SGSH-Test gegen Soest

SGSH mit Licht und Schatten

+
Zwei Treffer gegen Soest: Florian Diehl, hier gegen Schnorpfeil.

Wickede - In der Sporthalle der Gerken-Hauptschule in Wickede trafen sich die langjährigen Rivalen SG Schalksmühle-Halver und Soester TV zum freundschaftlichen Vergleich für den guten Zweck, nämlich die Kinderkrebshilfe in Wickede. Am Ende aber überwog zum freundschaftlichen Anlass die alte Rivalität, ging es beim 23:20 (8:9)-Sieg des Drittligisten SGSH gegen den Drittliga-Absteiger aus der Börde, gegen den man in der Vorsaison zweimal verloren hat, hoch her.

Sportlich war das Kräftemessen vor allem wertvoll für die SGSH, weil es so manchen Arbeitsauftrag definierte, so manche Schwachstelle aufzeigte. Am zweiten Tag des Trainingslagers mag einiges an fehlender Konsequenz auf aufkommende Müdigkeit zu schieben sein, alles aber nicht. Entsprechend unzufrieden war der neue Trainer Stefan Neff in den 60 Minuten häufig am Rande.

Die SGSH trat ohne Dominic Luciano (privat verhindert) an, schonte zudem die angeschlagenen Lutz Weßeling und Florian Ludwig. Beim STV fehlte neben den Langzeitverletzten Kevin Bekel und Torben Voss-Fels auch Haupt-Distanzschütze Axel Loer. Die erste Halbzeit brachte für die SGSH die schöne Erkenntnis, dass es auch ein Leben fernab der 6:0-Abwehr geben könnte - dann nämlich, wenn Alexandre Brüning so effektiv auf der vorgezogenen Position arbeitet wie gegen Soest. 

In vielen Situationen gar nicht zufrieden: Stefan Neff.

Offensiv lag dafür vieles im Argen. Merhar, Müller und Wardzinski hatten gegen den guten Muhr Chancen für 20 Tore. Dass es nur acht in Halbzeit eins wurden, war ein Indiz für das größte Problem des ersten Durchgangs, die Chancenverwertung. In Halbzeit zwei in der Besetzung Dmytruszynski/Polakovs/Mayer fielen mehr Tore aus der Distanz, und auch Müller, Wardzinski und der beste SGSH-Akteur an diesem Tag, Moritz Eigenbrodt, trafen besser. 

Aus der Soester 9:8-Pausenführung - das Lohse-Team hatte es vor allem aus dem Rückraum schwer, deckte aber SGSH-Schwächen gegen Kreisläufer Vukoja und vor allem über Linksaußen gegen Wardzinski und Jansen auf - wurde nach der Pause bald ein 13:15 (46.). Die SGSH hatte nun die Nase knapp vorne, und dabei sollte es auch bleiben. 

Deckte in der ersten Hälfte vorgezogen und machte das gut: Alexandre Brüning.

Als am Ende Polakovs Loer gleich zweimal nachlässig-ungeschickt in die Parade fuhr, gab beidseitige Hitzigkeiten und eine Spur zu viel Kritik des einen oder anderen SGSH-Akteurs an den schwachen Referees. Es war unverhältnismäßig nun viel Leben in der Bude. Am SGSH-Sieg änderte das nichts.

Mehr zum SGSH-Trainingslager gibt es am Montag in Ihrer Lokalzeitung!

Mehr zum Thema

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare