Handball, 3. Liga West

Letzter Arbeitstag für Dragan Markovic

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Dragan Markovic verabschiedet sich mit der SGSH in Krefeld aus der Spielzeit.

Schalksmühle - Die 3. Liga West vor dem Ausklang: Fast alle Entscheidungen sind gefallen. Für die SG Schalksmühle-Halver eine angenehme Situation, denn so reist das Markovic-Team am Samstagabend locker und ohne jeden Druck in die Sporthalle Königshof zur HSG Krefeld (Anwurf: 19 Uhr).

Die Krefelder werden die Saison definitiv als Tabellendritter beenden. Gemessen an den Erwartungen und Hoffnungen der HSG ist das ein Abschneiden, das keinerlei Überschwang hervorruft. Die HSG hatte als Titelfavorit Nummer eins eigentlich in Richtung 2. Bundesliga geschielt, ehe die schwierige Hallenproblematik, Verletzungsprobleme und der frühzeitige Aufstiegsverzicht das Mast-Team ausgebremst haben. Aus den vergangenen zehn Spielen hat die HSG nur 10:10-Punkte geholt, dabei u.a. einen Punkt in Soest liegen lassen, aber auch zu Hause gegen Volmetal, Leichlingen und Longerich verloren. 

So fährt die SGSH zum Kehraus zu einer Mannschaft, die eher in der Hinserie ein echtes Topteam gewesen ist als in den vergangenen Wochen. „Wir werden alles daran setzen, auch in Krefeld das Maximale herauszuholen“, sagt Trainer Dragan Markovic – allerdings nicht unter allen Umständen. Klare Vorgabe des bosnischen Nationaltrainers vor dem letzten Saisonspiel ist auch, den Spielern Anteile auf dem Feld zu geben, die zuletzt im Abstiegskampf ein bisschen zu kurz gekommen sind. „Sie haben sich das verdient, weil alle toll mitgezogen haben im Training in diesen schweren Wochen“, sagt Markovic. 

Zum Beispiel Max Büchel wird in seinem letzten Spiel für die SGSH noch einmal Regie führen dürfen. „Ich hätte ihn schon sehr gerne im letzten Heimspiel diese Möglichkeit gegeben“, sagt Markovic, „aber da brauchte ich auf der Bank ja noch den einen Platz für Mareks Skabeikis.“ Dragan Markovic und Max Büchel haben am Samstag eines gemeinsam: Für beide ist es der Tag des Abschieds von der SGSH. Büchel orientiert sich noch neu – der Verein soll erst feststehen, wenn sein Studienort feststeht. 

Im Falle eines Sieges winkt ein einstelliger Tabellenplatz

Für Markovic geht es direkt mit den nächsten Herausforderungen weiter: Am 12. und 15. Juni trifft er mit Bosnien-Herzegowina in ganz wichtigen Relegationsspielen auf Schweden. Bereits Mitte Mai reist er deshalb zur Vorbereitung nach Bosnien. Und dann steht der Umzug von Wetzlar nach Willstädt auf dem Plan – dort soll Markovic an alter Wirkungsstätte den Neuaufbau des Oberliga-Teams in Angriff nehmen. 

Von der SGSH wird sich Markovic am Samstagabend auf der gemeinsamen Tanz-in-den-Mai-Feier beim Autohaus Turck verabschieden. Vielleicht gar mit einem letzten Geschenk: Sollte in Krefeld ein Sieg gelingen, so könnte es im Falle einer Niederlage von Aurich (gegen Gummersbach II) oder Volmetal (gegen Neuss) sogar noch für einen einstelligen Tabellenplatz reichen. Aktuell belegt die SGSH Rang zehn. Im Falle einer Niederlage in Krefeld würde sie mindestens auf Rang elf und maximal sogar auf den 13. Tabellenplatz abrutschen. 

SGSH: Formella, Plessers – Dmytruszynski, Wardzinski, Luciano, Müller, Mayer, Ruskov, Jansen, Eigenbrodt, Büchel, Ludwig, Weßeling, Eskericic

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