Handball, 3. Liga West

SGSH beim Duell der Sieglosen

+
In der vergangenen Saison gelang es der SGSH, in Ratingen den Bock umzustoßen. Am Samstag hat das Neff-Team nun dasselbe vor.

Schalksmühle - Mitunter wiederholt sich Geschichte. In der vergangenen Spielzeit feierte die SG Schalksmühle-Halver am fünften Spieltag bei der SG Ratingen mit einem 23:21 den ersten Saisonsieg. Am Samstagabend ist die SGSH erneut in Ratingen (18 Uhr, Halle an der Gothaer Straße) zu Gast. Wieder ist es der fünfte Spieltag. Und wieder wartet die SGSH noch auf den ersten Sieg...

„Wir wollen jetzt auf jeden Fall anfangen zu gewinnen“, sagt SGSH-Coach Stefan Neff vor der Reise zum Löwenrudel. Die 2:6-Punkte-Startbilanz der SGSG ist noch nichts Alarmierendes. Allerdings geht es nun in Ratingen und Ahlen Spiele gegen Gegner, die zu den potenziellen Kandidaten für den Abstiegskampf gezählt werden müssen. Da danach Dormagen, Hagen und Neuss warten – die drei Mannschaften, die aktuell noch 8:0-Punkte aufweisen und als Titelkandidaten gelten –, darf man für die SGSH vor dem Doppel-Auswärtsspiel durchaus von einer Drucksituation sprechen. 

Druck hat allerdings auch die SG Ratingen. Das 24:34 gegen die HSG Krefeld war zuletzt eine ähnliche Abreibung wie das 16:28 der SGSH gegen Lemgo II. 0:8-Punkte stehen mithin für das Breuer-Team zu Buche. Zwar hießen die Gegner Neuss, Longerich, Leichlingen und Krefeld und kamen allesamt vom anderen Ende des Tableaus – kein Punkt nach vier Spielen allerdings sorgt auch in Ratingen für besorgte Gesichter. 

Abstiegskampf pur – für diese Einschätzung ist es womöglich noch zu früh, klar ist indes, dass es um ganz wichtige Punkte geht, um mittelfristig dem Abstiegskampf aus dem Weg zu gehen. „Die Situation auf beiden Seiten ist eine ähnliche, auch wenn wir schon zwei Punkte haben“, sagt Stefan Neff. 

Er hat mit der Mannschaft gar keine großartige Videoanalyse nach dem Spiel gegen die HSG Lemgo II betrieben. Zu schlecht war dieser Auftritt. „Es ging für uns darum, die Lockerheit zurückzugewinnen, wir haben im Training viel ‘sechs gegen sechs’ gespielt, um Automatismen wieder einzuschleifen“, sagt Neff, „für müssen wieder auf unsere Stärken schauen und an die ersten drei Spiele anknüpfen.“ 

Als Schlüssel zu einem Erfolg in Ratingen sieht Neff das Umschaltspiel der SGSH: „Das war gegen Lemgo richtig schlecht“, sagt er, „dabei haben wir die Breite im Kader, Breite mit Qualität. Aber wir müssen nun auch mal voll aufs Gaspedal drücken...“ Gelingt dies, wäre das wahrscheinlich die halbe Miete, denn ein hohes Tempo über einen längeren Zeitraum ist Gift für den dünn besetzten Ratinger Kader. 

Der SGSH-Kader ist keineswegs dünn besetzt, problemfrei ist der Gast allerdings nicht. Neben Keeper Nicholas Plessers droht am Samstag auch der Ausfall von Kreisläufer Malte Müller. Ansonsten allerdings sind alle Spieler fit – und heiß darauf, Wiedergutmachung für die Lemgo-Schmach zu betreiben. 

SGSH: Formella, Jannack – Ludwig, Eigenbrodt, Merhar, Dmytruszynski, Weßeling, Diehl, Brüning, Polakovs, Mayer, Ruskov, Jansen, Wardzinski, Luciano, Müller (?)

Mehr zum Thema

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare