E-Jugend-Handballer vor Saison mit ambitionierten Änderungen

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Vor einer Saison mit etlichen Neuerungen stehen die E-Jugend-Handballer im Kreis Lenne-Sieg.

Kreisgebiet - Der Handballkreis Lenne-Sieg geht im E-Jugend-Bereich über das vorgeschriebene Maß hinaus neue Wege: In der Spielzeit 2016/17 wird nicht nur – wie vom Verband vorgegeben – der neue Vielseitigkeitsparcours eingeführt. Es gibt noch zahlreiche weitere Neuerungen für den Spielbetrieb.

Am Freitagabend tagten der Kreisjugendwart Axel Jacobi (Erndtebrück) und Lehrwart Markus Schürhoff (Olpe) im Olper Kolpinghaus mal nicht mit den Jugendwarten des Kreises, sondern mit den E-Jugend-Trainern selbst, um ihnen die Neuerungen nahe zu bringen und vor allem auch, um die Sinnhaftigkeit dieser Neuerungen bei den Übungsleitern zu verankern.

Der Vielseitigkeitsparcours gehört dazu. Hierzu hatte es im Kreis bereits eine Info-Veranstaltung in Lennestadt-Meggen gegeben. Die Bewertung der koordinativen und turnerischen Fähigkeiten wird am Ende auch in die Tabelle einfließen und könnte so das reine Handballergebnis sogar kippen. Neu ist auch, dass es in der neuen Saison nun drei Ergebnisse geben wird bei den E-Junioren: Im Ergebnisportal sis-handball.de werden die Vereine nurmehr ein 1:0 für einen Sieg, ein 0:1 für eine Niederlage und ein 0:0 für ein Unentschieden eingeben können. So will Schürhoff verhindern, dass Mannschaften zu sehr aufs Ergebnis schauen. „Ein 50:10 hilft keinem und ist der Sache nicht dienlich. Es geht in dieser Altersklasse allein um die Ausbildung und nicht um den sportlichen Erfolg.“

Technische Besprechung

In diesen Kontext passt es, dass die Leistungsunterschiede zwischen den Teams in der neuen Saison durch eine weitere Neuerung verringert werden sollen: Es gibt einen „normalen“ Spielbetrieb wie bisher, an dem nur zwölf der 20 Teams teilnehmen und zunächst in zwei regionalen Gruppen Vorrunden zur Kreisliga ausspielen. Die übrigen acht Mannschaften, die leistungsmäßig noch nicht so weit sind und gegen bereits etabliertere Teams wohl hoch verlieren würden, bilden eine neue Sonderstaffel. Das Spielen in dieser Achter-Staffel soll sich auf einem Niveau zwischen den F-Jugend-Spielfesten und dem bisher bekannten normalen E-Jugend-Spielbetrieb bewegen.

Neu ist auch die technische Besprechung vor dem Spiel: Der Kreis wünscht sich, dass Jugendliche aus dem Heimverein im Alter von zwölf bis 16 Jahren diese Partien pfeifen und vorher zur besseren Verständigung mit beiden Trainern das Spiel vorbesprechen. So soll im Vorfeld deeskalierend auf mögliche Konfliktpunkte Einfluss genommen werden. Die jungen Referees sollen die gleichen Vergünstigungen erhalten wie normale Referees (z.B. freien Eintritt zu Seniorenspielen). Der Kreis erhofft sich so auch neuen Schiedsrichter-Nachwuchs.

Kein Anwurf mehr

Weiterhin wird es keine Siebenmeter geben bei den E-Junioren – sie waren bereits in der Vorsaison durch Penaltys ersetzt worden. Neu ist aber überdies, dass es keinen Anwurf an der Mittellinie mehr geben wird. Nach einem Tor geht es mit Abwurf vom Torwart weiter, so dass die offene Manndeckung übers gesamte Spielfeld praktiziert werden kann. Keine Frage: Bei den E-Junioren wird die neue Saison mit diesen zahlreichen neuen Vorgaben eine ganz besonders spannende und auch eine sehr ambitionierte…

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