Handball, 3. Liga West

Die SGSH ist heiß auf den ersten Sieg

Schalksmühle - Eine Premiere wird es auf jeden Fall, der Trainer wünscht sich indes gar eine „doppelte Premiere“, wenn Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver am Samstagabend um 19.30 Uhr die HSG Lemgo II zum zweiten Heimspiel der Saison empfängt.

Für SGSH-Trainer Stefan Neff ist es die Pflichtspielpremiere in der Sporthalle Löh. „Darauf freue ich mich und bin auch sehr gespannt auf die Stimmung“, sagt er, „und ich hoffe vor allem, dass es nun auch unser erster Sieg unter mir als Trainer wird.“ Das wäre also die zweite Premiere an diesem Abend. Dass der Gast aus dem Lipperland mit der Empfehlung von 5:1-Punkten ins Sauerland kommt und alles andere als Laufkundschaft ist, schärft bei der SGSH und ihrem Trainer die Sinne, Angst gibt es auf Seiten der Gastgeber aber nicht, eher schon eine wilde Entschlossenheit. 

„Wir haben teilweise sehr gut gespielt bisher und gegen drei starke Gegner auch schon gepunktet, das ist okay“, sagt Neff, „aber nun wollen wir unbedingt den ersten Sieg, diesen Druck machen wir uns. Und wir wissen auch, dass wir dafür gegen einen starken Gegner Handball auf höchstmöglichem Niveau spielen müssen.“ Dafür hat das Team in dieser Woche hart gearbeitet. Das Donnerwetter nach der ärgerlichen Niederlage inklusive Ein-Wochen-Suspendierung von Kreisläufer Dominic Luciano hat seine Wirkung nicht verfehlt. Neff hat im Training ein so einsichtiges wie nachdenkliches Personal angetroffen. „Natürlich wünsche ich mir weiter Emotionen, sehr sogar“, sagt Neff, „aber nicht in die falsche Richtung.“ Die Schiedsrichter sind für das Team tabu. 

Neben Luciano wird gegen Lemgo II auch Nicholas Plessers (verletzt) weiter fehlen Alexandre Brüning hat nur Lauftraining absolviert. Neff hofft, dass der Ex-Gummersbacher dabei sein wird. Dasselbe gilt für Natko Merhar, der aufgrund von Oberschenkel-Problemen im Training auch passen musste. Beim SGSH-Personal gibt es damit ebenso Fragezeichen wie beim Gast. 

„Lemgo hat in der letzten Saison 27 Spieler eingesetzt, man weiß nie, was auf einen zukommt“, sagt Neff, „auf jeden Fall wartet eine bestens ausgebildete Mannschaft, aus der viele gute junge Spieler ans Tor zur Bundesliga klopfen. Und auf der rechten Seite haben sie so oder so ein Linkshänder-Luxusproblem mit Ebner, Vorlicek, Zerbe und Höning.“ Lukas Zerbe fehlte dabei zuletzt gegen Langenfeld verletzt, stand aber auf dem Spielbericht, mit ihm wäre der Gast in punkto Tempospiel noch gefährlicher. Yannick Löhr feierte nach langer Verletzungspause gegen die Gallier ein gutes Comeback. So erwartet die SGSH einen breit aufgestellten Gegner mit breiter Brust. An der Zielsetzung aber ändert das nichts. Stefan Neff und die SGSH wollen den ersten doppelten Punktgewinn, ohne Wenn und ohne Aber. 

SGSH: Formella, Jannack – Ludwig, Eigenbrodt, Merhar, Weßeling, Dmytruszynski, Diehl, Brüning (?), Polakovs, Mayer, Ruskov, Jansen, Wardzinski, Müller

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