Handball an Pfingsten

Feldmann wechselt in die Bezirksliga

Südwestfalen - Die Handballsaison in den heimischen Spielklassen ist zu Ende, über Pfingsten gab es gleichwohl Spannendes in Sachen Handball in Südwestfalen: Der langjährige SGSH-Spielmacher Christian Feldmann hat einen neuen Verein gefunden. Im Einsatz waren zudem die Zweitligisten VfL Eintracht Hagen und TuS Ferndorf.

Die Entwicklung des zuletzt zweimal an der Hüfte operierten Christian Feldmann ist durchaus eine Überraschung: Feldmann, der auch mit dem Neu-Oberligisten OSC Dortmund in Verbindung gebracht worden war, wurde vom Meister des Handballkreises Lenne-Sieg, TV Olpe, als Neuzugang vorgestellt. In Olpe soll Feldmann zusammen mit seinem langjährigen SGSH-Teamkollegen Thomas Voss und dem TVO-Spielertrainer Wael Horri den neuen Rückraum bilden, der den ambitionierten Verein direkt durch die neue Bezirksliga Südwestfalen hinein in die Landesliga führen soll.

Der Kontakt zu Olpe war über Thomas Voss zu Stande gekommen. Die Olper hatten den zuletzt in Bergneustadt aktiven Voss bereits vor einigen Wochen als Verstärkung vorgestellt. Der offensichtlich finanziell gut aufgestellte Klub soll als mittelfristiges Ziel die Verbandsliga ausgegeben haben. Für Feldmann, der in Dortmund studiert, ist es auch eine Annäherung an die Heimat: Feldmann stammt aus dem benachbarten Attendorn und wurde auch zunächst im Nachwuchs der SG Attendorn-Ennest groß, ehe es ihn in der A-Jugend zum Nachwuchs der SGSH (damals: JHG Mark-Süd) zog. Mit der SGSH spielte Feldmann mehr als ein Jahrzehnt in der Dritt- und Viertklassigkeit und war als Spielmacher der Kopf und Stratege des Teams von Trainer Mathias Grasediek. Der TV Olpe sprach bei der Vorstellung von Feldmann von einem "absoluten Glücksfall für den Verein", von dem man sich auch eine Signalwirkung für den Nachwuchs erwarte.

Ferndorf 25:25 gegen die Rimpar Wölfe

Gespielt wird am Pfingstsamstag in der 2. Bundesliga - wichtige Spiele waren es für die beiden Südwestfalenteams im Abstiegskampf. Sowohl der TuS Ferndorf als auch der VfL Eintracht Hagen erkämpften dabei einen Zähler und verbesserten somit im Vergleich zur HG Saarlouis (23:28 in Coburg) ihre Position zumindest ein wenig. Allerdings waren für beide auch doppelte Punktgewinne im Bereich des Möglichen.

Der TuS Ferndorf führte im Heimspiel gegen die DJK Rimpar Wölfe zur Pause noch 15:11. Damit waren die Franken an der Stählerwiese aber längst noch nicht geschlagen. Nach Baumgärtners Treffer zum 18:13 für Ferndorf startete der Gast eine Aufholjagd. Gestützt auf die gewohnt starke Defensive glichen die Wölfe nach 44 Minuten zum 19:19 aus. Fortan war es ein ganz enges Kräftemessen, bei dem der TuS nie in Rückstand geriet und nach dem 23:23 noch einmal zwei Tore vorlegte (25:23, 55.). Rimpar glich jedoch binnen zwei Minuten aus (25:25, 57.) und hatte danach mit einem Siebenmeter noch die Siegchance, doch Schömig vergab, so dass die Punkte geteilt wurden. Der TuS, dessen beste Werfer Baumgärtner und Trivic (je 8) waren, kletterte mit nun 27 Punkten auf Rang 16. 

Eintracht Hagen 30:30 in Neuhausen

Der VfL Eintracht Hagen gab beim TV 1893 Neuhausen einen fast schon sicher geglaubten Auswärtssieg auf der Zielgerade noch aus der Hand: 30:30 endete die Partie. Zur Pause hatten die Hagener nach einer sehr guten ersten Halbzeit (teilweise vier Tore Vorsprung) 16:14 geführt. Auch nach dem Wechsel kämpfte das Hepp-Team mit heißem Herzen und verteidigte stets einen knappen Vorsprung, ließ die Gastgeber nicht einmal zum Ausgleich kommen. Nach dem 21:22 (44.) zogen die Hagener wieder auf 21:24 davon, später auf 23:27 (53.) und 24:28 (54.). Auch beim 27:30 zweieinhalb Minuten vor dem Ende schien Hagen noch auf der Siegerstraße.

Danach aber taten die Gäste in der Offensive zu wenig, schienen den Vorsprung nur noch über die Zeit bringen zu wollen. Das rächte sich. Drei Siebenmetertore von Ferdinand Michalik - das letzte davon nach der Schluss-Sirene - brachten Neuhausen doch noch einen Zähler. Die Hagener verloren 30 Sekunden vor dem Ende zudem Simon Ciupinski nach einer Disqualifikation. Beste Hagener in Neuhausen waren Pavel Prokopec (10/6) und Linkshänder Jan von Boenigk (7), der die Gastgeber vor allem im ersten Durchgang immer wieder schlecht aussehen ließ. Durch das 30:30 hat der VfL Eintracht nun 25 Pluspunkte und damit vor den letzten drei Spielen einen Zähler Rückstand auf Saarlouis (erster Nicht-Abstiegsplatz). Das Saisonfinale verspricht maximale Spannung.

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