Wintercup, Vorrundengruppe 10

Attendorn und Siegen zum Regionalcup

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Domikik Piotrowsky (Mitte) vom Veranstalter TuS Plettenberg bei der Siegerehrung mit den beiden Spielführern Ali Dakouche (Siegen) und Robin Entrup (Attendorn).

Plettenberg - Auch am zweiten Spieltag der Vorrunde beim traditionellen Wintercup setzte sich in Plettenberg der Favorit, Landesligist SV 04 Attendorn, erst im Herzschlagfinale durch. Wie tags zuvor schaffte mit dem Siegener SC eine Mannschaft den Einzug in den Regionalcup, die im Vorfeld kaum einer auf der Agenda hatte. Nach einem Finale, nach dem die Teams auf den Rängen zwei bis fünf allesamt 16 Punkte aufwiesen – enger ging’s nicht...

Auch hier wollte es der Spielplan so, dass im letzten Gruppenspiel der Tabellenführer SV 04 Attendorn auf den bis dahin Tabellenzweiten Phoenix Halver traf. Während eine Punkteteilung beiden Teams zur Qualifikation gereicht hätte, bedeutete aufgrund des Torverhältnisses eine Niederlage schon mit einem Tor das Aus für die Halveraner und das Vorrücken des Siegener SC auf Rang zwei. Beide Teams schenkten sich nichts. Attendorn wollte nicht als Spielverderber dastehen und Phoenix mit einem eigenen Erfolg selbst den Gruppensieg perfekt machen. So gab es Chancen auf beiden Seiten, doch den entscheidenden Treffer zum 1:0-Sieg markierte der Landesligist 45 Sekunden vor dem Spielende.

Während die Halveraner verständlicherweise die Köpfe hängen ließen, brandete auf der Tribüne bei den Siegenern lautstarker Jubel nach dem Abpfiff auf. Entsprechend aufgewühlt war auch Siegens Trainer Klaus Killet: „Nach den zwei Niederlagen zu Anfang habe ich an diesen Ausgang nicht mehr geglaubt. Mit dem 4:0 gegen Phoenix und dem 4:4 gegen Attendorn kam die Wende. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert und uns diesen Erfolg erarbeitet. Ich bin begeistert“.

Neben dem am Ende so unglücklich mit leeren Händen dastehenden Ouhbi-Team hielten auch die weiteren Teilnehmer aus dem Märkischen Kreis, der LTV 61 und der SC Plettenberg, lange Zeit prima mit. Spätestens, als der SCP dem bis dahin verlustpunktfreien SV 04 Attendorn beim 3:3-Remis die Stirn bot, schienen auch die Mena-Foggia-Schützlinge beste Aussichten aufs Weiterkommen zu haben.

LTV 61 verspielt seine Chance gegen Siegen

Dies wäre mit einem Erfolg in der nächsten Begegnung gegen den LTV 61 auch wahrscheinlich gewesen, doch da drehten die Lüdenscheider den Spieß um und brachten sich durch einen 3:2-Sieg selbst wieder ins Rennen. Als die Bergstädter ihrerseits dann aber alles klar machen wollten, zogen sie gegen den Siegener SC beim 2:5 den Kürzeren – der Traum vom Regionalcup war ausgeträumt.

So dürfen sich der SV 04 Attendorn und der Siegener SC in der Zwischenrunde zeigen – und auch sie verdienten sich einen Besuch beim Hauptsponsor, der Krombacher Brauerei. „Wir haben bis zum 3:3 gegen den SC Plettenberg alles unter Kontrolle gehabt“, bilanzierte Attendorns Trainer Eugen Litter, „da hat die Verunsicherung angefangen – die Folge war das 4:4 gegen Siegen. Dass die Siegener noch Zweiter geworden sind, wundert mich nicht, weil sie gerade in der Halle eine tolle Mannschaft haben. Für uns war es wichtig, weiterzukommen“.

Zufriedener Cheforganisator des TuS Plettenberg

Ein positives Fazit zog am Ende der beiden Turniertage in Böddinghausen Stefan Wegener, Cheforganisator des Veranstalters TuS Plettenberg: „Wir sind sehr zufrieden. Die Halle war an beiden Tagen sehr gut besucht, der Verkauf lief hervorragend. Die Organisation und der Ablauf haben prima geklappt – und vor allem haben alle 18 Mannschaften an beiden Tagen sich bestens aufgeführt. Keiner hat einen unschönen Eindruck hinterlassen. Das ist ja auch nicht immer selbstverständlich“.

Das wiederum wussten auch die drei Unparteiischen am Sonntag – Frank Schwarzelühr (Altena), Dennis Eicker (Ennepe) und Sefa Soybir (Hagen) – ausnahmslos zu bestätigen. Während es am Samstag neun Zeitstrafen und eine Rote Karte gegeben hatte, gab es am zweiten Turniertag lediglich vier Zeitstrafen. Dafür waren die besten Torjäger besonders hungrig. Absolute Spitze: Der Plettenberger Andi Spais, der für Attendorn gleich 14 Treffer erzielte, vier mehr als Anis Soltani vom Siegener SC.

Ottmar Rüschenberg

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