Ein Rucksack voller Eindrücke für die DJK Eintracht

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Gruppenbild mit dem Berliner Bären vor dem Roten Rathaus: Die „NewGymTaKids1“ der DJK Eintracht mit Acelya Cabuk, Manou Marlene Wiek, Maria Fintschuk, Melina Thier, Ilenia Li Puma und Lena Weinbrecher

Berlin - Potsdam und Berlin sind immer eine Reise wert. Dass der Deutschland-Cup, das Bundesfinale der Kür-Gruppen, die „NewGymTaKids1“ der DJK Eintracht Lüdenscheid  ein Jahr vor dem Internationalen Deutschen Turnfest schon  nach Berlin geführt hat, mag eine glückliche Fügung gewesen sein.

Ein Wochenende im Zeichen von Sightseeing und Wettkampf war es für die junge Formation von Tina Wiek. Ein Wochenende, an dessen Ende trotz des letzten Platzes am Sonntag in Potsdam ein gutes Gefühl stand. „Berlin, Bildung und Bundesfinale – das waren unsere drei großen Bs des Wochenendes“, sagt Trainerin Tina Wiek. Es waren die kleinen Erfahrungen und Erlebnisse, die das Wochenende so wertvoll machten.

Den Samstag hatten die Mädchen und die betreuenden Familien Wiek und Weinbrecher noch genutzt, um Berlin zu erkunden. Im Rucksack die Handgeräte für die Froschkönig-Choreographie – immer auf der Suche, die Erkundung der Stadt mit sportlichen Akzenten und einer ungewöhnlichen Generalprobe zu garnieren. Mit Erfolg. „Wir haben große Plätze gesucht, auf denen man sich gut stellen konnte“, erzählt Tina Wiek, „auf dem Alexanderplatz und im Schlosspark war das sehr gut möglich...“ Und im Schlosspark gab es dann auch noch diese Begegnung. Eine Frau, die zuschaute und gleich ein Pflicht-Element erkannte. „Ihr startet sicher morgen in Potsdam beim Deutschland-Cup“, mutmaßte sie und gab sich ebenfalls als Wettkämpferin aus dem Saarland zu erkennen. Spätestens da hatte der Trip etwas von Turnfest-Feeling... Und sportlich? „Alles gut, sehr gut“, sagt Tina Wiek, „das waren zwei richtig gute Durchgänge. Wir wollten ja so gerne vielleicht den 25. Platz. Und zumindest in einem Durchgang haben wir das erreicht.“ Die „NewGymTaKids1“ aus Lüdenscheid waren schließlich nach Potsdam gereist, um zu lernen und die Atmosphäre aufzusaugen. „Ein toller Wettkampf“, sagt Wiek, „wohltuend nach all dem, was wir auf Landesebene erlebt haben...“ Wobei die Reisegruppe aus dem Sauerland es goutierte, dass sie als Küken des Wettkampfes – alle Gymnastinnen erst 13 Jahre alt in der offenen Klasse, in der ab dem Alter vom zwölf Jahren – ein bisschen Sonderbehandlung genossen.

Erläuterung zum Froschkönig-Thema

Obwohl es beim Deutschland-Cup der Kür-Gruppen vor den beiden Durchgängen, in denen zweimal dieselbe Choreographie mit den ausgewählten Handgeräten auf die Fläche gebracht wird, eigentlich keine Erklärungen zu den vorgestellten Themen gibt, wurde das Froschkönig-Thema in Potsdam erläutert. „Die meisten haben ja gar keine Themen in diesem Sinn, da kommen die Darbietungen eher aus dem Bereich der Rhythmischen Sportgymnastik“, sagt Wiek und fügt gerade mit Blick auf so starke Gruppen wie die beiden siegreichen Formationen des TSC Neubrandenburg hinzu: „Da können wir ja auch gar nicht mithalten...“ Nicht so weit entfernt wie die RSG-Gruppen erscheint derweil der westfälische Rivale aus Bochum-Brenschede, der es in Potsdam auf den 20. Platz schaffte. „Die sind zu packen“, sagt Wiek. In der MBS-Arena in Potsdam reichte es derweil vorerst nur im zweiten Durchgang dazu, den Bonner TV auf Distanz zu halten.

Der hatte allerdings im ersten Durchgang zu stark vorgelegt und wurde unterm Strich 24., so dass in Summe für die DJK Eintracht (15,35 Punkte) zu Rang 25 (TB Hamburg-Eilbeck) nur 1,2 Punkte fehlten. Kein Beinbruch. Der 4. Deutschland-Cup der Kür-Gruppen war für die DJK-Mädchen eine echte Premiere. 16 der 26 gemeldeten Teams waren dagegen bereits im letzten Jahr dabei und auch deutlich älter und erfahrener. Erfahrung hat derweil auch die DJK-Formation nun gesammelt, und auch viel Lob. Zu sechst anzutreten bei diesem Wettkampf, bei dem Formationen zwischen drei und sechs Tänzerinnen zugelassen sind, ist eher ungewöhnlich, kam derweil beim Publikum gut an. So nahm die Eintracht dieses Lob und die vielen Eindrücke aus Potsdam und Berlin mit zurück ins Sauerland und freut sich nun: In zwölf Monaten soll es schließlich wieder nach Berlin gehen. Und dann eine ganze Woche lang.

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