„Manni“ Sander hat die Qual der Wahl

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FSV-Neuzugang Maciej Maciejewski (links) ist für Trainer Manuel Sander eine echte Verstärkung für den Angriff. Gegen den TuS Plettenberg hinterließ der Pole am Sonntag einen starken Eindruck.

Werdohl - Manuel Sander ist sich durchaus bewusst, welch schwere Entscheidungen da auf ihn zukommen werden. „Ich habe die Qual der Wahl. Der Konkurrenzkampf im Team ist groß“, sagt der Cheftrainer des Fußball-Landesligisten FSV Werdohl wenige Tage vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison.

Wer passt am besten zu wem? Diese Frage muss Sander bis zum MK-Derby am Sonntag gegen den Westfalenligisten FC Iserlohn in der ersten Runde des Westfalenpokals, spätestens aber bis zum Ligastart am 14. August beim SC Hennen beantworten. Fakt ist, dass sich in den zurückliegenden Testspielen gleich einige Akteure mit guten Leistungen für die Startelf aufdrängten. Und zwar nachhaltig. Vor allem in der Offensive hat „Manni“ seit dem 8:0-Testspielerfolg gegen den Bezirksligisten TuS Plettenberg wohl ein Luxusproblem. Kapitän Lukas Kessler harmonierte prächtig mit Falk Fischer und Neuzugang Maciej Maciejewski, für den inzwischen auch die Spielberechtigung für Pflichtspiele vorliegt. Der junge Pole sprühte am Sonntag vor Spielfreude, wirkte über 90 Minuten gallig, zielstrebig und torhungrig. „Maciej hat richtig Dampf und bringt eine gesunde Portion Aggressivität mit“, sagt Sander über seinen neuen Angreifer, der gegen die Blau-Gelben aus Böddinghausen zweifach traf.

Zu den Gewinnern der Vorbereitung zählt bislang auch Philip Fischer - und das nicht allein wegen seiner drei „Buden“ am Sonntag. Auf der linken Außenbahn sorgte der Youngster in fast allen Testspielen für reichlich Alarm, glänzte mehrfach als Vorbereiter. „Philip ist wirklich super drauf“,betont Sander, der urlaubsbedingt zuletzt unter anderem auf Rejhan Zekovic und Routinier „Bubi“ Topcu verzichten musste. Zwei gestandene Akteure also, die ebenfalls der Abteilung Attacke zuzuordnen sind und spielen wollen.

Im zentralen Mittelfeld hingegen dürfte kein Weg an Julian Kroll und Faruk Cakmak vorbeiführen. Kroll erledigte seine Aufgaben als Spielzerstörer und Ballverteiler in den Testspielen gewohnt zuverlässig, Cakmak führte mit klugen Pässen Regie und arbeitete auch fleißig nach hinten. „Faruk gibt auch in den Einheiten Vollgas, will jedes Trainingsspielchen gewinnen“, betont Sander.

Bleibt der Blick auf die Defensive. Während die bewährten Außenverteidiger Brüll und Sarris ihre Plätze sicher haben dürften, kommen für den Innenblock mit Rattelsberger, Hegemann, Maus und Schröder mehrere Kandidaten und damit auch verschiedene „Pärchen“ infrage. Auch hier hat der Coach die Qual der Wahl.

Eine weitere Möglichkeit, Erkenntnisse zu sammeln, besteht für Sander am Mittwoch, wenn die FSV einen weiteren Test beim Bezirksligisten TuS Sundern absolvieren wird. Der freundschaftliche Vergleich im Röhrtalstadion ist zugleich die Generaprobe für das Westfalenpokal-Duell gegen den FC Iserlohn. Eine Partie, die „Manni“ mit seinen Mannen sehr ernst nimmt. „Wir wollen eine Runde weiterkommen und Iserlohn aus dem Pokal schießen. Dieses Selbstbewusstsein haben wir.“

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