Pokal-Aus für Linscheid und Grünenbaum

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Der TSKV Altena (weißes Trikot) profitiert von der Nichtanmeldung des Pokalspiels durch den TuS Linscheid-Heedfeld.

Kriesgebiet - Pokalspielleiter Klaus Scharf (Meinerzhagen) hat für den laufenden Krombacher-Fußballkreispokalwettbewerb zwei Spielwertungen am „grünen Tisch“ vorgenommen. So wird die abgebrochene Erstrunden-Partie zwischen dem TuS Linscheid-Heedfeld und TSKV Altena mit 2:0 für die Gäste gewertet, während sich der TuS Grünenbaum nicht lange über seinen 2:0-Erfolg in Runde zwei beim SSV Lüdenscheid freuen konnte, wird diese Begegnung doch mit 2:0 für die Schlesier als gewonnen gewertet.

 „Der TuS Grünenbaum ist am 21. September lediglich mit seiner B-Liga-Reserve angetreten, was nicht statthaft ist“, verweist Scharf auf die Spielordnung des Westdeutschen Fußball-Verbandes. Dort heiß es unter Punkt 2 des Paragraphen 57 unmissverständlich: „Die Vereine der Landesverbände sind für den Fall ihrer Teilnahme verpflichtet, an den Spielen um den DFB-Vereinspokal mit ihrer 1. Mannschaft anzutreten.“ Da der A-Ligist dies ignorierte, zieht nunmehr C-Ligist SSV Lüdenscheid ins Achtelfinale ein, darf sich dann auf ein Heimspiel gegen A-Ligist Phoenix Halver freuen (11., 12. oder 13. Oktober).

Etwas komplizierter gestaltete sich der Sachverhalt in Sachen TuS Linscheid gegen TSKV Altena. Nach Verlängerung hatte es am 31. August 3:3 gestanden, und just in dem Moment, als das Elfmeterschießen begann, ging gegen 22 Uhr das Flutlicht am Kuhlenhagen aus, weil der automatischen Zeitschaltuhr „Feierabend“ befohlen worden war. Scharf stellte tags darauf zunächst eine Neuansetzung in Aussicht, wogegen der TSKV Altena sowohl gegenüber ihm als auch der Kreisspruchkammer (KSK) Beschwerde einlegte.

KSK-Vorsitzender Heiko Kölz bat Scharf daraufhin, noch einmal genauer zu recherchieren, was der Meinerzhagener auch tat. „Ich habe die Gemeinde Schalksmühle kontaktiert und dort hat mir ein Mitarbeiter mitgeteilt, dass das Spiel vom TuS Linscheid gar nicht bei der Gemeinde angemeldet war. So ging man davon aus, dass an diesem Abend normales Training sei und da geht eben um 22 Uhr das Flutlicht aus. Mir ist weiter gesagt worden, dass ein Mitarbeiter des Bauamtes die automatische Zeitschaltuhr auf Handbetrieb umgestellt hätte, wenn der TuS die Partie im Vorfeld angemeldet hätte.“

 Und so zog Scharf den Paragraphen 43 der Spielordnung heran, wo es heißt, dass Spielwertungen in besonderen Fällen vorgenommen werden können, unter anderem auch wenn schwerwiegende Pflichtverletzungen vorliegen. Und eine solche liegt für den Pokalspielleiter in diesem Fall seitens des TuS Linscheid-Heedfeld. vor. Die Gemeinde Schalksmühle hat diesen Fall übrigens zum Anlass genommen und die Vereine TuS Linscheid und TuS Stöcken-Dahlerbrück gebeten, künftig schriftlich mitzuteilen, wenn Veranstaltungen über 22 Uhr hinausgehen können, damit sich so etwas nicht mehr wiederholt.

Zumindest dem B-Ligisten TSKV Altena kann es egal sein, der nun in einem Nachholspiel der zweiten Runde beim C-Liga-Nachbarn TV Wiblingwerde gastiert (11., 12. oder 13. Oktober). Der Sieger hat dann im Achtelfinale Heimrecht gegen Bezirksligist SC Lüdenscheid (Termin steht noch nicht fest).

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