Fußballkreis Lüdenscheid

Rudelbildung in der Nachspielzeit

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Neue Arbeit gibt es für Clemens Wurm und die Kreisspruchkammer.

Lüdenscheid - Weiter geht es für die Spruchkammer des Fußballkreises Lüdenscheid unter Vorsitz von Heiko Kölz: Am 24. Oktober tagt die KSK bereits zum dritten Mal in der laufenden Spielzeit im Lüdenscheider Friedrichshof. Um 18 Uhr wird ein Fall aus der Kreisliga C verhandelt.

Am 25. September war die Partie zwischen den FC Altena 69 und Türkgücü Lüdenscheid auf dem Lindscheid nach 91 Minuten abgebrochen worden. 3:2 hatten die Türkgücü-Kicker zu diesem Zeitpunkt noch geführt, als ein Burgstädter in der Nachspielzeit mit dem Treffer zum 2:3 neue Hoffnungen bei den Gastgebern geweckt hatte. Was dann passierte, hatte einen nicht komplett ungewöhnlichen Ausgangspunkt. Der Torschütze wollte – um dem Anschlusstreffer auch noch noch den Ausgleich folgen zu lassen – aufs Tempo drücken und den Ball aus dem Netz holen. Dem Torwart der Lüdenscheider Gäste dagegen lag eher etwas daran, dass es nicht so zügig weiterging. Er wollte ja den knappen Sieg sichern. Also gab er den Ball einfach nicht heraus. So weit, so gut. 

Was folgte, soll eine Rangelei zwischen dem Spieler des FCA und dem Gästekeeper gewesen sein. Eine Rangelei, in deren Verlauf der Torhüter dem Kicker gleich zweimal heftig mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben soll. Der Spieler soll sich mit Schubsen revanchiert haben. Es ging wohl hin und her – Schiedsrichter Hänsel hatte danach beobachtet, wie auch ein Betreuer der Platzherren in den Strafraum gelaufen sein und den Keeper angegangen haben soll. Dieser Betreuer soll dann später am Boden liegend von Türkgücü-Spielern getreten worden sein.

Kurzum: Es war eine Rudelbildung der ausgeprägteren Art, die in diesem Falle wohl vorgelegen hatte. Der Referee brach daraufhin das Spiel ab. Ohne Nachspielzeit wäre das nicht passiert... Vor der KSK haben sich nun beide Vereine für den Vorwurf eines verursachten Spielabbruchs zu rechtfertigen, wobei es auch eine Rolle spielen dürfte, dass der Referee bei den anhaltenden Tumulten keinen Ordnungsdienst hatte ausmachen können, der die Lage beruhigen wollte. Auch einzelne Beteiligte – wie der Torschütze, der Keeper und andere – sitzen am 24. Oktober vor der KSK wegen verschiedene Vorwürfe auf der Anklagebank. So dürfte es mal wieder ein interessanter Abend werden im Friedrichshof... 

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