RWL kombiniert wie eine Maschine

Lüdenscheid - Der Klassenunterschied auf dem Papier wurde auch auf dem Spielfeld mehr als deutlich: In seinem dritten Testspiel zeigte Bezirksligist RW Lüdenscheid am Donnerstagabend seine bis dato mit Abstand stärkste Leistung, kanzelte A-Ligist SC Plettenberg auch in der Höhe hochverdient 9:0 ab. Aufsteiger SC Lüdenscheid spielte zeitgleich 1:1 gegen den Bezirksliga-Staffel-6-Neuling CVJM Türkiyemspor Hagen.

RWL-Trainer Marco Sadowski hatte sein helle Freude am Auftritt seines Teams: „Da gibt es abgesehen von der Chancenverwertung kaum etwas auszusetzen.“

Beschäftigungslose Rot-Weiß-Torhüter

Von Beginn an drückten die Gastgeber am Nattenberg mächtig aufs Gaspedal, und das in beide Richtungen. Nach vorne wurde mit hohem Tempo sehenswert kombiniert, bei Plettenberger Ballbesitz sofort gepresst, so dass die Gäste kaum einmal in Strafraumnähe geschweige denn in den Strafraum kamen. Konsequenz: Sowohl Brackmann vor als auch Noll nach der Pause im RWL-Tor mussten nicht einmal eingreifen.

Auf der Gegenseite rollte Angriff auf Angriff Richtung SCP-Gehäuse. wobei der 19-jährige Youngster Bonevski in Durchgang eins erstaunliche Kaltschnäuzigkeit zeigte: Aus vier Chancen machte er drei Treffer, sein lupenreiner Hattrick bedeutete den 3:0-Pausenstand.

Zahlreiche personelle Wechsel hemmten den Spielfluss der Rot-Weißen nach dem Wechsel nur kurzfristig, spätestens mit dem 4:0 durch den eingewechselten Firat (55.) nahm die Tempo- und Kombinationsmaschinerie der Sadowski-Schützlinge wieder Fahrt auf. Und als beim Team von Gästecoach José Mena-Foggia in den letzten zehn Minuten auch die Kräfte sichtlich nachließen, kam es noch knüppeldick: Aus dem 5:0 wurde binnen neun Minuten ein 9:0.

 Von einer „guten Laufeinheit“ sprach ein sichtlich angefressener Jörg Schreyer, Trainer des Bezirksliga-Aufsteigers SC Lüdenscheid, nach dem Test gegen CVJM Türkiyemspor Hagen. Schreyers Ärger resultierte einerseits daraus, dass die Bergstädter gegen die ebenfalls in die Bezirksliga aufgestiegenen Gäste im zweiten Durchgang oft nur die Hacken ihrer Gegenspieler sahen. Andererseits zog sich Trainersohn Marvin Schreyer durch einen Tritt von der Seite ins Knie eine Verletzung zu – nach Birol Yilmaz’ ausgekugelter Schulter die zweite Blessur eines SCL-Abwehrspielers. Nach gutem Start des Sport-Clubs markierte Abdulmutalip Caliskan das 0:1 (41.), der späte Ausgleich gelang Patrick Klatt (80.).

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