Fußball-Bezirksliga

RWL startet direkt mit einem Testspiel

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Nur der späte Abgang von Torjäger Patrick Klatt passt RWL-Coach Marco Sadowski überhaupt nicht in den Kram.

Lüdenscheid - „Eigentlich hatte ich sogar erst zwei oder drei Tage später anfangen wollen, aber Hagen wollte unbedingt am Sonntag spielen, und ich eröffne die Vorbereitungszeit eigentlich auch gerne mit einem ersten Testspiel“, erklärt Chefcoach Marco Sadowski, warum Bezirksligist Rot-Weiß Lüdenscheid den Start am Sonntag im Nattenberg-Stadion (15 Uhr) gleich mit einem Spiel gegen den Staffel-6-Bezirksligisten SSV Hagen gestaltet.

Eigentlich aber hat die Vorbereitung bereits am Freitagabend begonnen, als sich Vorstand, Trainer- und Betreuerstab sowie Aktive in einer Teambuildings-Maßnahme zum Abendessen trafen. Am Tag nach der deutschen Halbfinalniederlage in Marseille nicht französisch, sondern italienisch, weil den Rot-Weißen Pizza und Pasta bekömmlicher erschienen... 

Am Sonntag dann kommt aber der Ball ins Spiel, „in dieser Woche haben die Spieler allerdings schon den Arbeitsauftrag erhalten, sich ein wenig locker zu laufen“, erwartet Trainer Sadowski sein Aufgebot nach doch einigen Wochen Pause „ballhungrig“ auf dem Kunstrasen zurück. Fünf Testspiele hatte der Coach anvisiert, nach der Partie gegen den SSV Hagen beim Iserlohner A-Kreisligisten SpVgg Nachrodt (Sonntag, 24. Juli, 15 Uhr, Holensiepen), gegen A-Ligist SC Plettenberg (Donnerstag, 28. Juli, 19.30 Uhr, Nattenberg) und beim Hagener Bezirksligisten SW Breckerfeld (Sonntag, 31. Juli, 15 Uhr). Das für den 7. August – mithin eine Woche vor dem Saisonstart vorgesehene Spiel gegen die SpVg Hagen 11 mussten die Hagener absagen, weil sie dann ihr Westfalenpokalpflichtspiel aufgebrummt bekamen. 

„Dafür suche ich jetzt noch händeringend Ersatz“, hofft Sadowski noch auf ein Team, dem vielleicht ebenfalls ein Testspielgegner ausgegangen ist. Zudem würde der RWL-Coach noch ein weiteres Vorbereitungsspiel wochentags abschließen. „Das würde dann reichen“, sagt er, „im Vorjahr habe ich mehr Spiele gehabt, weil ich die Mannschaft noch nicht kannte, aber jetzt ist das Gros des Teams ja zusammengeblieben, da brauche ich nicht mehr die großen Erkenntnisse über die Qualitäten der einzelnen Spieler, da werden wir mehr im taktischen Bereich arbeiten.“ 

Dabei will er sich aber ausdrücklich nicht an der EM orientieren. „Da haben zu viele Mannschaften nur abwartend gespielt“, ist er enttäuscht. RWL will auch in Zukunft vielmehr nach vorne spielen, ohne aber die Defensive zu vernachlässigen. Zwar sei der späte Abgang von Stürmer Patrick Klatt ein schwerer Rückschlag für seine Personalplanungen gewesen, „weil wir letztlich nicht mehr in andere Richtungen reagieren konnten“, aber insgesamt sieht Sadowski Rot-Weiß gut aufgestellt: „Für die Offensive kommen ja Hakan Firat und Marvin Bonevski aus der Jugend als Neuzugänge“, sagt er. 

Dazu zwei zweitere A-Junioren und die Abwehrspieler Adler und letztlich auch der Langzeitverletzte Dér als „Neue“ sowie Allrounder Vassos aus Herscheid als Alternative für beide Flügel: „Wir sind ganz gut aufgestellt. Wenn es uns gelingt, eine solche lange Durststrecke von sieben Partien ohne Sieg wie in der Vorsaison zu vermeiden, konstant zu spielen und wirklich sonntags unser Potenzial komplett abrufen, ist ein Platz unter den ersten Fünf machbar. Auch wenn man immer eine Portion Glück benötigt, um möglichst verletzungsfrei zu bleiben“, sagt Sadowski als sportlich Verantwortlicher des amtierenden Vizemeisters. 

Zu den Topfavoriten auf den Titelgewinn zählt der Trainer RWL nicht: „Da sind ganz andere dran, der RSV Meinerzhagen etwa“, meint er, sieht aber auch leistungsstarke Konkurrenz wie etwa den SV Ottfingen, der nicht nur den ehemaligen Bundesligaspieler Michael Kügler verpflichtet hat. „Die sehe ich ganz stark, aber es wird in dieser Saison keine Mannschaft einsam oben ihre Bahnen ziehen, auch der RSV nicht.“

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