Mädchenfußball

Neue Wege im Mädchenfußball

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Die Verantwortlichen aus Lüdenscheid, Hagen und Iserlohn streben im Mädchenbereich eine Kooperation an.

Kreisgebiet - Im Mädchenfußball führt der Weg zu mehr kreisübergreifender Zusammenarbeit: Bei einer Arbeitstagung der Vereine mit Mädchenmannschaften vereinbarten die Vertreter aus den Kreisen Lüdenscheid und Iserlohn, verstärkt mit dem Kreis Hagen/Ennepe-Ruhr zusammenzuarbeiten: Wie in der abgelaufenen Saison bereits bei den C-Mädchen realisiert, soll es in der kommenden Spielzeit auch bei den D- und B-Mädchen einen gemeinsamen Kreisliga-Spielbetrieb geben.

Die Kreise Iserlohn und Arnsberg arbeiten im Frauen- und Mädchenbereich bereits seit längerem zusammen. Mit der Ausweitung soll Entwicklungen wie in der abgelaufenen Saison bei den D-Mädchen entgegengewirkt werden: Von sieben in die Spielzeit gestarteten Mannschaften blieben nach zwei Rückzügen noch fünf übrig: „Das war nicht so schön, wenn die Mädchen immer nur gegeneinander spielen konnten“, meinte die Iserlohner Mädchenfußball-Koordinatorin Maria Schnurbus. Zweites Ärgernis der Saison 15/16 seien die vielen Spielverlegungen gewesen, meinte die Mendenerin weiter. 

Bei der Sitzung im Vereinsheim des LTV 61 am Honsel wurde auch deutlich, dass selbst im aus drei Kreisen bestehenden Gebiet die Mädchenfußball-Teams oft in Randbereichen angesiedelt sind: Da waren an Lüdenscheider Vertretern zum Beispiel aus Halver der TuS Grünenbaum und der TuS Ennepe dabei, aus Plettenberg der SC und der TuS, während im Kreis Hagen/Ennepe-Ruhr der VfL Gennebreck aus Sprockhövel seinen weiblichen Nachwuchs im Kreis Wuppertal im Nordrhein-Verband antreten lässt. Die Hagener Kernstadt ist bei den D- und C-Juniorinnen nicht vertreten, die betreffenden Vereine aus diesem Kreis kommen aus Hohenlimburg, Herdecke, Gevelsberg und Ennepetal. Weite Fahrten... 

Der Lüdenscheider Kreisjugendausschuss-Vorsitzende Wolfgang Kunde und Maria Schnurbus berichteten, dass sie auch mit dem Kreis Arnsberg Gespräche über eine Kooperation geführt hatten. Allerdings fand das dortige Modell eines 14-Tage-Rhythmus – D- und B-Mädchen spielen an einem Wochenende, C-Mädchen zeitversetzt an einem anderen, so dass D-Juniorinnen in der C aushelfen können und C-Jugendliche in der B – keinen Anklang. Und, wie Kunde betonte: „Da sind Mannschaften dabei wie Balve/Garbeck, die relativ in unserer Nähe liegen – aber auch Wennemen. Das wären regelrechte Weltreisen.“ 

Petra Franz warnt vor einer 16er-Staffel

Nach den bereits vorliegenden Meldungen – Meldeschluss ist am 10. Juli – ergibt sich für die D-Mädchen eine Kreisliga-Stärke von zwölf Mannschaften, bei den C-Juniorinnen von maximal 13 und bei der weiblichen B-Jugend von maximal 16. Dabei sind Teams ohne Wertung oder als Siebener- bzw. Neuner-Mannschaften enthalten, ebenso die E-Juniorinnen des SV Oesbern und des LTV 61, die statt bei der weiblichen D- auch bei der männlich F-Jugend mitspielen könnten. 

Lüdenscheids Mädchenfußball-Beauftragte Petra Franz warnte, dass ein B-Juniorinnen-Spielbetrieb einer 16er-Staffel nicht ohne Wochenspieltage zu bewältigen sei. Favorisiert wurde eine Regelung mit zwei regionalen Staffeln in der Hin- sowie Meister- und Platzierungsgruppe in der Rückrunde. 

Bei den Kreispokalwettbewerben wird für die Altersklassen D und C eine Kooperation aller drei Kreise angestrebt, bei den B-Juniorinnen will der Kreis Hagen einen eigenen Wettbewerb ausrichten. Die Hallenkreismeisterschaften könnte es als gemeinsame Veranstaltung aller drei Kreise geben.

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