FSV unterliegt zum Landesliga-Kehraus Neheim mit 1:2

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Moritz Klamann (rechts, im Duell mit Jan Rengshausen und Thymor Schwarzenberg) und die FSV Werdohl verloren zum Saisonausklang in der Fußball-Landesliga gegen Meister und Westfalenliga-Aufsteiger SC Neheim etwas unglücklich mit 1:2.

Werdohl - Die Saison 2015/16 in der Fußball-Landesliga ist für die FSV Werdohl Geschichte: Am Samstag verlor die Elf von Trainer Manuel Sander den vorgezogenen Kehraus gegen Meister und Westfalenliga-Aufsteiger SC Neheim etwas unglücklich mit 1:2 (1:2).

Niemand im Riesei-Stadion versuchte, den Umstand zu verhehlen, dass die Begegnung lediglich statistischen Wert hatte. Der Stadionsprecher kündigte mit Anpfiff an, dass nach der Partie in der Neheimer Kabine als Geschenk für den Titelträger „zwei Kisten Kaltgetränke“ warteten. Und SC-Trainer Alex Bruchhage konstatierte in Anschluss an den 90-Minüter, die Luft sei auf beiden Seiten ein wenig raus gewesen. 

Kein Wunder: Der Aufstieg der Hochsauerländer in die Westfalenliga war genauso schon seit Wochen klar wie der Klassenerhalt der FSV. Insofern fehlte beiden Teams die letzte Schlagkraft vor dem gegnerischen Tor, wenngleich das Tempo über weite Strecken durchaus bemerkenswert hoch war. 

Die Konzentration beider Abwehrreihen allerdings auch. Zur Neheimer Leistung in dieser Saison passt, dass die Bruchhage-Elf erste Ungeschicktheiten in der Defensive der Hausherren prompt bestrafte. Denn eben solche führten zu den beiden Freistößen, die der SC in seine Treffer ummünzte. Zunächst war eine gehörige Portion Glück dabei, als Emil Mersovski den Kunstschuss von Okan Güvercin unhaltbar für FSV-Torwart Markus Grete abfälschte – 0:1 (22.). 

Wenige Minuten später stellte sich dann niemand mehr in die Schussbahn, als Güvercin aus nahezu identischer Position knapp 20 Meter zentral vor dem Werdohler Kasten erneut Maß nahm. Grete sah den Ball spät, konnte nicht entscheidend reagieren – 1:2 (27.). Dazwischen lag einer der wenigen sauber vorgetragenen FSV-Angriffe an diesem Tag, den Lukas Kessler mit dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer veredelte (23.). 

Trotz des Rückstandes legten die Werdohler auch im zweiten Durchgang großes Engagement an den Tag, hatten erkennbar Lust darauf, dem Aufsteiger Punkte abzuluchsen. Allerdings mussten die Sander-Schützlinge auch feststellen, dass Neheim nicht zufällig die mit Abstand wenigsten Gegentreffer der Liga gefangen hat (17). 

Großchancen wie die von Muammer „Bubi“ Topcu, der erst an einem starken Zuspiel von Mehmet Bektas vorbeirutschte (69.) und später die Kugel mit jeder Menge und Platz deutlich über das SC-Gehäuse jagte (84.), waren die Ausnahme. 

FSV: Grete – Sesay, Bektas, Maus, Sarris – R. Zekovic, Brüll, Klamann (89. Orhan), P. Fischer (64. Tuz) – Kessler (76. Avdia), Topcu 

SC: Alves – Xhaka, Greis, Wagner, Busch – Rengshausen – Nettesheim (75. Beutler), Mersovski, Schwarzenberg (72. Ekinci), Güvercin – Rademacher (29. Guntermann) 

Schiedsrichter: Engelmann (Iserlohn) 

Tore: 0:1 (22.) Mersovski, 1:1 (23.) Kessler, 1:2 (27.) Güvercin

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