FSV ärgert sich über unnötiges 1:1 in Bad Berleburg

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Moritz Klamann (rechts) und die FSV offenbarten in Bad Berleburg zu viele Mängel, um gewinnen zu können.

Werdohl - Punktgewinn oder -verlust? Die Antwort fiel Manuel Sander, Trainer der FSV Werdohl, nach dem 1:1-Remis beim VfL Bad Berleburg in der Fußball-Landesliga nicht schwer. „Wir haben zwei liegen gelassen“, ärgerte sich der 31-Jährige. Die lange Rückfahrt mit dem Bus war so keine reine Party-Tour.

Eigentlich hatte sich die Werdohler Delegation mit dem Ziel auf die verwinkelten fast 80 Kilometer gemacht, mit einem Sieg die Bad Berleburger im Kampf um den Klassenerhalt endgültig zu distanzieren. Dies klappte durch die Punkteteilung nicht. 

Bei weiterhin zwölf Zählern Vorsprung auf den VfL, der unverändert den ersten Abstiegsplatz einnimmt, müsste aus Werdohler Sicht jedoch sehr viel Unglück zusammen kommen, damit die Landesliga-Zugehörigkeit in den verbleibenden fünf Spielen noch einmal in Gefahr gerät. 

Unabhängig von der tabellarischen Konstellation liegt es aber in der Natur eines Trainers, die 90 Minuten des Sonntags zunächst isoliert zu betrachten. Und da fielen Sander dann doch einige Mängel auf, die dem Abstiegskandidaten einen Punktgewinn gegen die zuletzt so formstarken Werdohler – nunmehr seit sieben Begegnungen ungeschlagen – überhaupt erst ermöglicht hatten. „Wir hatten zu viele einfache Ballverluste, haben keine klaren Bälle und zu kompliziert gespielt“, beschrieb der FSV-Coach seine Eindrücke. 

Simon Felbick, der im Werdohler Tor Markus Grete (Knieprobleme) kurzfristig ersetzte, musste trotz dieser Defizite nicht allzu häufig eingreifen. Auch wenn die Bad Berleburger mit großem Kampfgeist ans Werk gingen, fehlten ihnen spielerisch doch die Mittel, um die FSV entscheidend zu bedrängen. 

Eine Ausnahme bildete da die Szene in Minute 48, als Sturmspitze Peter Rosenblatt und der physisch starke Außenspieler Torben Birkelbach mal die Positionen getauscht hatten. Diese Rochade hatten Sanders Schützlinge kurz nach dem Seitenwechsel offenbar nicht auf dem Zettel, sodass Birkelbach sich nach Rosenblatts Flanke hochschraubte und zur 1:0-Führung der Hausherren einköpfte. 

„Aus einer einzigen Flanke machen sie das Tor. Das war ja auch kein wirklicher Angriff“, schimpfte der Werdohler Coach. Spätestens nach der Hinausstellung gegen Mahmood Omar erhöhte die FSV aber die Schlagzahl, kam zum verdienten 1:1-Ausgleich und hätte in der Schlussphase auch noch nachlegen können. Das aber, gestand Sander, wäre an diesem Tag vielleicht des Guten zu viel gewesen: „Es waren einfach zu viele, die nicht an ihre Leistung herangekommen sind.“

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