Ehrgeizige Werdohler bejubeln Pflichtsieg beim Hasper SV

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Die Werdohler um Torjäger-Routinier Muammer Topcu (links) hatten in Haspe nach Startschwierigkeiten letztlich wenig Mühe.

Werdohl - Die FSV Werdohl hatte ihre Aufgabe in der Fußball-Landesliga beim schon vorher feststehenden Absteiger Hasper SV trotz einiger Schwierigkeiten zu Beginn souverän gelöst, steuerte einem 6:2-Erfolg entgegen. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff war dann aber noch einmal richtig Druck auf dem Werdohler Kessel.

Es lief die Schlusssequenz, als FSV-Kapitän Lukas Kessler Haspes Torhüter Sascha Heinzer ein weiteres Mal umspielt hatte, sich die Kugel aus schwierigem Winkel dann vor dem verwaisten gegnerischen Kasten zurecht legte und schließlich die Latte traf. Zentral hatte in günstigerer Position Kesslers Mitspieler Rejhan Zekovic gelauert. Ein Querpass – und „Reki“ hätte die Kugel mühelos über die Linie schieben können. 

Zekovic fand das gar nicht lustig, motzte erst lautstark in Richtung seines Kapitäns, legte sich schließlich auch noch mit eigenen Betreuern und Zuschauern an, die auf den Heißsporn beschwichtigend einwirken wollten. „Natürlich hätte Lukas den Ball quer legen können. Aber wenn er das nicht macht, muss man das akzeptieren“, sagte FSV-Co-Trainer Eddie Fatnassi. 

Einerseits stellt sich angesichts des 6:2-Zwischen- und Endstandes sowie der Tatsache, dass es für die FSV nach dem geschafften Klassenerhalt in Haspe de facto um nichts mehr ging, die Frage, ob alle Beteiligten sich diesen emotionalen Nebenkriegsschauplatz nicht hätten schenken können. Andererseits zeigt die Szene, dass trotz der geklärten tabellarischen Fronten offenbar noch ein gewisser Hunger im Werdohler Team steckt. Dass nicht jeder die Saison mit Sommerkicks auf Sparflamme ausklingen lassen will. 

Umso zufriedener war Fatnassi darüber, dass sich die Qualitätsunterschiede zwischen dem in dieser Spielzeit gänzlich sieglosen Außenseiter und den Gästen aus dem Lennetal schließlich doch noch in Zahlen ausdrückten. „Haspe ist sicherlich kein richtiger Landesliga-Konkurrent mehr. Trotzdem muss man ein solches Ergebnis erst einmal schaffen“, lobte Fatnassi, der bei aller Freude ein Haar in der Suppe fand: „In der ersten Halbzeit haben wir die Tore nicht gemacht, uns auch in der zweiten Hälfte noch den ein oder anderen Fehler geleistet.“ Es war und ist eben nicht jedem nach Sommerkicks zumute. 

Idealerweise bietet die FSV einen solchen auch am Samstag nicht an, wenn die Elf ab 15 Uhr im vorgezogenen Saisonfinale Meister und Aufsteiger SC Neheim empfängt. Die Kicker vom Binnerfeld sind inzwischen seit 28 Partien unbezwungen, kassierten demnach ihre einzige Niederlage am ersten Spieltag (1:2 beim FC Lennestadt). Vielleicht schließt sich ja in der letzten Runde der Kreis und die Bruchhage-Elf fängt sich am Riesei ihre zweite Schlappe ein.

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