FSV Werdohl ohne "Larifari" zum Absteiger Hasper SV

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Nach der in der Schlussphase abgebrochenen Partie gegen den SSV Meschede reisen Emre Aydin (links) und die FSV Werdohl am Sonntag im letzten Auswärtsspiel der Saison zum als Absteiger feststehenden Hasper SV.

Werdohl - Die einen haben rechtzeitig den Sprung „über den Strich“ geschafft, die anderen stehen seit Wochen als Absteiger fest: Große Brisanz gibt es vor dem letzten Auswärtsspiel der FSV Werdohl in der Fußball-Landesliga beim Schlusslicht Hasper SV am Sonntag (15 Uhr, Ischeland-Stadion) keine.

Das weiß auch FSV-Trainer Manuel Sander. „Dass das Spiel nicht den riesigen sportlichen Wert hat, ist uns allen klar. Trotzdem wollen wir jetzt nicht die Deppen der Liga sein, die gegen Haspe verlieren“, betont der Werdohler Coach. 

Denn der künftige Bezirksligist hat in dieser Spielzeit noch keine einzige Partie gewonnen, konnte lediglich fünf Remis verbuchen. Abseits der sportlichen Unterlegenheit gab es auch hinter den Kulissen Unruhe im Klub, stand zwischenzeitlich gar ein Rückzug der ersten Mannschaft im Raum. So weit kam es letztlich nicht, was Sander grundsätzlich befürwortet: „Respekt, dass sie es durchziehen.“ 

Angesichts der Ausgangslage wäre alles andere als ein Werdohler Sieg eine große Überraschung. Darum nimmt der FSV-Trainer seine Elf noch einmal in die Pflicht. „Wir wollen diszipliniert Fußball spielen, dem Gegner den nötigen Respekt entgegen bringen und nicht mit einer Larifari-Einstellung dorthin fahren“, appelliert Sander an die Mentalität seiner Schützlinge. 

Die hatte der 31-Jährige vor der Begegnung mit dem SSV Meschede am Pfingstmontag bereits mehrfach bemängelt. Gegen die Hochsauerländer allerdings passte die Einstellung, bis die schwere Knieverletzung des Mescheders Frank Holzmann beim Stand von 2:1 für den SSV zum vorzeitigen Ende des Duells führte. „Die Torchancenverwertung muss besser werden“, erinnert sich Sander daran, dass die Lennetaler vor dem gegnerischen Kasten allzu fahrlässig agierten – und damit die Möglichkeit verpassten, trotz des Abbruchs nach rund 80 Minuten ein besseres Ergebnis zu erzielen. 

Personell haben die Werdohler vor dem Auswärts-Kehraus, der sich tabellarisch um einiges entspannter gestaltet als dies über weite Strecken der Saison absehbar war, nur wenige Probleme. Innenverteidiger Matthes Schröder fällt wegen eines Haarrisses im Zeh nochmals aus, für Falk Fischer ist die Serie wegen zweier Muskelfaserrisse im Oberschenkel vorzeitig zuende. 

Semir Tuz ist nach mehrwöchiger Pause – bedingt unter anderem durch eine Sperre – noch keine Alternative für die Landesliga. Hinter dem Einsatz des zuletzt erkrankten Emin Günes steht ein Fragezeichen. 

FSV: Grete, Duru – Brüll, Sesay, Bektas, Maus, Sarris, Aydin, Klamann, Günes (?), R. Zekovic, P. Fischer, Kessler, Avdia, Topcu

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