FSV Werdohl sichert Klassenerhalt trotz Niederlage

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Endstation: Allzu häufig standen die Akteure des SC Hennen, wie in dieser Szene Nils Berg, den Werdohlern um Rejhan Zekovic (links) im Weg. Den Klassenerhalt durfte die FSV trotz der 2:3-Niederlage feiern.

Iserlohn - Die FSV Werdohl hat den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga nun auch rechnerisch unter Dach und Fach gebracht. Weil die Elf von Trainer Manuel Sander ihr Spiel beim SC Hennen am Sonntag aber mit 2:3 (1:2) verlor, musste sie dabei jedoch von den Resultaten der Konkurrenz profitieren.

Und weil der BC Eslohe beim BSV Menden nicht über ein 2:2-Remis hinaus kam, zudem der VfL Bad Berleburg gegen den FC Wetter mit 0:3 unterlag, kann die FSV an den drei ausstehenden Spieltagen dieser Saison mit elf Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone nicht mehr „unter den Strich“ rutschen. „Wir wollten das eigentlich selbst klar machen und nicht auf die Tabelle gucken müssen“, war die Freude bei Sander eher eine verhaltene. 

Kein Wunder nach den zähen 90 Minuten von Hennen. Die Werdohler fanden schlecht in die Partie. Dass Kai Hintzke die Hausherren aus dem Iserlohner Ortsteil nach zehn Minuten mit 1:0 in Führung brachte, passte in eben dieses Bild. Mit dem an Lukas Kessler verschuldeten und vom FSV-Kapitän selbst verwandelten Foulelfmeter zum 1:1-Ausgleich (12.) fanden die Gäste etwas mehr zu ihrem Rhythmus, ohne allerdings jene Stabilität zu entwickeln, die bis zur 2:4-Pleite gegen Attendorn vor acht Tagen eine Serie von sieben Pflichtspielen ohne Niederlage möglich gemacht hatte. 

Weil auch Hennen spielerisch nicht gut in die Spur fand und wie die FSV viel Stückwerk anbot, gab es nicht viele Torraumszenen. Da war eine Hereingabe Emre Aydin, die SC-Verteidiger Dennis Burgio fast ins eigene Gehäuse verlängert hätte (22.), schon ein Höhepunkt. 

Die sommerlichen Temperaturen taten ihr Übriges, machten die ohnehin auf mäßigem Niveau stehende Partie schließlich auch zu einer Frage der Kräfte. Mit denen war kurz vor der Pause auch Falk Fischer am Ende – er musste allem Anschein nach mit einer Muskelverletzung für den ebenso angeschlagenen Moritz Klamann weichen. 

Die Physis mag beim 2:1 durch Welf Alexander Wemmer (38.) noch nicht entscheidend gewesen sein. Auch nicht, als Kessler direkt nach Wiederanpfiff die Pausenführung der Gastgeber egalisierte. Als der eingewechselte Robyn Schoppe die Iserlohner aber zum dritten Mal nach vorn schoss (67.), fand die personell geschwächte FSV keine Antwort mehr. 

SC: Schmale – Wiesner, Ochs, Burgio, Ünlü – Katrakazos, Loos (53. Berg), Hintzke – Keweloh (76. Rudzinski), Filla (60. Schoppe), Wemmer 

FSV: Duru – Sesay, Bektas (90.+3 Orhan), Maus, P. Fischer – R. Zekovic, Günes, Aydin, F. Fischer (43. Klamann) – Avdia, Kessler 

Schiedsrichter: Tysiak (Herne) 

Tore: 1:0 (10.) Hintzke, 1:1 (12., Foulelfmeter), 2:1 (38.) Wemmer, 2:2 (46.) Kessler, 3:2 (67.) Schoppe

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