Zufriedenheit bei der FSV über ersten Saisonsieg gegen Attendorn

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Die Werdohler Innenverteidigung um Rückkehrer Dennis Rattelsberger (links) ging gegen den SV Attendorn kompromisslos und energisch in die Zweikämpfe.

Werdohl - Es hatte etwas von verkehrter Welt. Nicht die FSV Werdohl, die zum Start der Fußball-Landesliga nach schwacher Leistung beim SC Hennen unterlegen war, agierte gegen den SV Attendorn zaghaft. Es waren die Hansestädter, die nach einem 5:0-Sieg gegen den FC Altenhof erstaunlich blass blieben.

Das war nicht allein der Attendorner Nicht-Leistung geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass die etwas unerwartete Schmach von Hennen bei den Werdohlern offenbar die Sinne geschärft hatte. „Die Jungs haben es jetzt geschnallt“, bemerkte FSV-Trainer Manuel Sander in ähnlich nüchternen Ton wie eine Woche zuvor. Da freilich hatte das Ergebnis ganz anders ausgesehen. 

„Geschnallt“ hatten die Riesei-Kicker nicht nur, das eigene Offensivspiel zielstrebiger und weniger umständlich zu gestalten. Sondern es gelang der FSV auch, den durchaus veranlagten Angreifern aus dem Nachbarkreis wie David Heide, Hasan Dogrusöz oder Sebastian Arens den Zahn zu ziehen. „Der Gegner hatte im Grund keine Torchance“, fasste Sander zufrieden zusammen. 

Zumindest aus dem laufenden Spiel heraus konnte Werdohls Torhüter Markus Grete sich über ein allzu hohes Arbeitsaufkommen nicht beschweren, was auch daran lag, dass das Innenverteidiger-Pärchen Dennis Rattelsberger und Marius Maus vor ihm aufmerksam und kompromisslos den Großteil der Zweikämpfe gewann. Anders sah dies bei den mit viel Dampf getretenen Freistößen von David Heide aus. Sie allein waren es, die die Gastgeber hin und wieder vor Probleme stellten. 

Ansonsten aber hatten die Lennetaler in erster Linie selbst daran Schuld, dass die Begegnung nicht schon vorentschieden war, als Rejhan Zekovic kurz vor dem Pausenpfiff den letztlich entscheidenden Treffer markierte. „Zur Halbzeit können sich die Attendorner nicht beschweren, wenn es da schon 3:0 oder 4:0 für uns steht“, analysierte der FSV-Coach angesichts der vergebenen Möglichkeiten von Dennis Rattelsberger (14.), Falk Fischer (16.), Philip Fischer (24.) und Emre Aydin (33.). 

„Im Großen und Ganzen war es ein völlig verdienter Sieg“, schloss Sander. Noch dazu einer, der die latente Angst vor einem erneuten Fehlstart im Keim erstickte. So geht der Blick zum nächsten Sonntag, wenn die FSV bei RW Hünsborn gastiert. Ein Team, das ähnlich offensive Schlagkraft besitzt wie Attendorn, bisher aber lediglich einen Punkt sammelte.

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