FSV Werdohl stimmt sich auf Heimspiel gegen Hüsten ein

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Julian Kroll (rechts) fehlt der FSV gegen Hüsten wegen seiner Ampelkarte aus der Partie in Finnentrop.

Werdohl - Die 2:4-Niederlage bei der SG Finnentrop/Bamenohl hat Fußball-Landesligist FSV Werdohl zwar nicht entscheidend zurückgeworfen. Trotzdem sah sich Trainer Manuel Sander vor dem Spiel gegen den SV Hüsten am Sonntag (15 Uhr, Riesei-Stadion) gezwungen, in der Ansprache deutlicher zu werden.

 „Wir haben in dieser Woche einige Dinge angesprochen“, gewährt Sander einen Blick hinter die Kabinentür. Konkret betrifft dies zum einen das Verhalten in Defensive und Offensive. „Wir müssen besser verteidigen, uns vorne wieder besser bewegen“, erläutert der Werdohler Coach. 

Zum anderen drehten sich die Unterredungen mit seinen Kickern auch um das Thema Disziplin, nachdem die FSV sich in den vergangenen drei Begegnungen vier Platzverweise und die ein oder andere unnötige Verwarnung eingehandelt hatte. Teilweise resultierten diese Bestrafungen aus mysteriösen Wahrnehmungen der Schiedsrichter, teilweise waren sie aber auch ungeschicktem Verhalten seitens der FSV-Spieler geschuldet. 

Was Sander davon hält, drückt der 32-Jährige ebenso simpel wie deutlich aus: „Die Einzigen, die mit den Schiris sprechen, sind unsere Kapitäne – ansonsten die Schnauze halten.“ Bei aller Kritik legt der Trainer aber auch Wert darauf, das Positive insbesondere aus der Niederlage in Finnentrop hervorzuheben: „Dass wir uns nicht aufgegeben haben. Obwohl wir eine schlechte Leistung geboten haben, sind wir zurück gekommen, kamen wir trotzdem für einen Punkt in Frage.“ 

Deren drei sollen es wieder am Sonntag gegen Hüsten sein. Allerdings hat der Aufsteiger nach einem Jahr Landesliga-Abstinenz mit Rang fünf nach sieben Begegnungen einen respektablen Start hingelegt, verfügt vor allem mit dem treffsicheren Chedli Melki über eine schlagkräftige Offensive. Sander aber schätzt die Hüstener im Vorwärts- wie im Rückwärtsgang als ausgeglichen besetztes Team ein. „Sie sind für mich der bisher beste Aufsteiger, werden gegen uns kompakt stehen“, prognostiziert der FSV-Coach. 

Zu Landesliga-Zeiten haben die Lennetaler gegen die Hochsauerländer noch nie verloren, zuletzt gab es in der Schlussphase der Saison 2014/15 einen 3:0-Erfolg für Werdohl im Stadion Große Wiese, mit dem die FSV unter Ex-Coach Alen Terzic einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt ging. Bei der Neuauflage des Duells am Sonntag kann Sander bis auf die gesperrten Emirjon Avdia, Julian Kroll und Erkut Orhan personell aus dem Vollen schöpfen.

FSV: Grete, Duru, Yigit – Brüll. Schröder, Maus, Rattelsberger, Hegemann, Sarris, P. Fischer, Aydin, Cakmak, Klamann, R. Zekovic, F. Fischer, Aktan, Kessler, Topcu, Maciejewski

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