FSV Werdohl will gegen Attendorn Einstellung zurück finden

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Erst im zweiten Durchgang der Partie in Bad Berleburg fanden die Werdohler um Emirjon Avdia (rechts) vor Wochenfrist zum gewohnten Tempo und zur richtigen Einstellung.

Werdohl - Ob gewollt oder nicht: Bei der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den SV Attendorn am Maifeiertag (15 Uhr, Riesei-Stadion) richtete Manuel Sander, Trainer des Fußball-Landesligisten FSV Werdohl, auch den Blick auf das 1:1 in Bad Berleburg vor Wochenfrist. Und das hat Gründe.

Denn mindestens eine Sache – neben dem winterlichen Wetter – hat dem 31-Jährigen bei dem Ausflug in den Kurort überhaupt nicht gefallen. „Wir hatten nicht die passende Einstellung zu dem Spiel“, brachte der FSV-Coach beim Blick in den Rückspiegel das Werdohler Defizit schlechthin an diesem Tag auf den Punkt. „Fußballerisch“, ergänzte Sander, „hatte der VfL nichts drauf.“ 

Kämpferisch hingegen schon. Und auch wenn von einem Abstiegskandidaten, der das Duell mit der vorher wie nachher um zwölf Punkte enteilten FSV möglicherweise als seine letzte Chance ansah, nichts anderes zu erwarten gewesen war, konnte man zwischenzeitlich den Eindruck gewinnen, die Werdohler seien von dieser Tatsache überrascht worden. 

„Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen“, urteilte Sander knapp, und verknüpfte diese Bemerkung mit einem Appell für das Kräftemessen mit Attendorn. „Wir müssen wieder engagierter Fußball spielen als vergangene Woche.“ Gegen einen Gegner übrigens, der zu den wenigen gehört, gegen den die Lennetaler in der verkorksten Hinrunde gewonnen haben. Gegen den dementsprechend Revanchegelüste nicht als Motivationsspritze herhalten können. Es liegt in der Natur der Sache, dass das bei den Attendornern um den Ex-Werdohler Onur Benli genau umgekehrt aussieht. „Diesmal werden die auf Wiedergutmachung aus sein“, weiß Sander in Anbetracht des 3:1-Hinspielerfolges seiner Mannen. 

Damit es zu einer solchen Rehabilitation der Gäste nicht kommt, setzt Sander nicht zuletzt auf seine Offensive, denn auch der fehlte in Bad Berleburg die letzte Wucht. „Die Stürmer waren da nicht so präsent. Jetzt haben wir wieder mehr Optionen“, sagte der Coach. Nachdem zuletzt notgedrungen Falk Fischer und Musa Sesay im Angriffszentrum begannen, könnten nun wieder Kapitän Lukas Kessler und Torjäger-Routinier „Bubi“ Topcu diese Rollen übernehmen. Beide haben ihre Blessuren auskuriert.

Dies hat höchstwahrscheinlich auch Stammtorhüter Markus Grete getan, der sich vor Wochenfrist mit Knieproblemen kurzfristig abgemeldet hatte. Es fehlen somit der gesperrte Semir Tuz und Urlauber Emin Günes.

FSV: Grete, Felbick, Duru – Brüll, Schröder, Maus, Sarris, Aydin, Klamann, Bektas, R. Zekovic, P. Fischer, Sesay, F. Fischer, Avdia, Kessler, Topcu

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