FSV Werdohl richtet den Blick schon auf die neue Saison

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Musa Sesay (links) und seine Werdohler Teamkollegen mussten sich nach der 2:4-Pleite gegen Attendorn einige kritische Töne ihres Trainers Manuel Sander gefallen lassen.

Werdohl - Den „Matchball“ zum auch rechnerisch endgültigen Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga hat die FSV Werdohl mit der 2:4-Niederlage gegen den SV Attendorn am Sonntag erneut vergeben – sehr zum Ärger von Trainer Manuel Sander. Trotzdem richtet der Coach den Blick schon wieder nach vorn.

Bereits in der Vorwoche im Auswärtsspiel in Bad Berleburg hätten die Lennetaler letzte theoretische Zweifel am Ligaverbleib ausräumen können – und mussten sich etwas überraschend mit einem 1:1 begnügen. Nun also die in dieser Höhe nicht unbedingt zu erwartende Heimpleite gegen Attendorn, die Sander nicht wirklich schmeckte.

Auch wenn er einzelne Spieler oder Mannschaftsteile öffentlich nicht angehen wollte, fand der 31-Jährige deutliche Worte. „Das Defensivverhalten war katastrophal“, wetterte Sander unmittelbar nach Abpfiff und ergänzte: „Im Grunde legen wir denen die Dinger auf. Dann bist du irgendwann tot.“ 

Am Tag danach war Sander dann weniger emotional, in der Sache aber nach wie vor nicht milde gestimmt. Die Abstände, die Rückwärtsbewegung, das Umschaltspiel hätten nicht gepasst, zählte der Werdohler Trainer auf. Dass mit dem 2:4 gegen die Gäste aus dem Kreis Olpe auch die beachtliche FSV-Serie von sieben Pflichtspielen ohne Niederlage zuende ging, geriet in diesem Potpourri der Unzulänglichkeiten zur Randerscheinung. 

Bei zwölf Zählern Vorsprung auf das punktgleiche Duo BC Eslohe und Bad Berleburg auf den noch zu vergebenden Abstiegsplätzen 14 und 15 bei vier ausstehenden Begegnungen ist die Möglichkeit eines Werdohler Abstiegs freilich nur noch eine rein theoretische. Sander appelliert dennoch an seine Schützlinge, nicht den Schlendrian einkehren zu lassen. „Wir haben es eigentlich in der Tasche. Das heißt aber nicht, dass wir uns auf irgendetwas ausruhen“, unterstrich der Coach. 

Schon am Sonntag hatte er betont, es gelte nun, eine „vernünftige Basis“ für die neue Spielzeit zu legen. Um die zu schaffen, arbeiten die Verantwortlichen am Riesei weiter am Kader für 2016/17 und erzielten dabei abermals einen Fortschritt. Im Sommer wird sich Faruk Cakmak der FSV anschließen. 

Der zentrale Mittelfeldspieler, der aus Werdohl kommt und auch in der Stadt wohnt, spielte zuletzt für den A-Kreisligisten VTS Iserlohn, bringt aber viele Jahre höherklassige Erfahrung, unter anderem bei Borussia Dröschede und dem SV Rothemühle, mit. Der 32-Jährige ist nach Dennis Rattelsberger und Julian Kroll der dritte Neuzugang der Lennetaler.

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