Lockerer Aufgalopp zum Trainingsstart bei der FSV Werdohl

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Vier der sechs Neuzugänge durfte Trainer Manuel Sander (links) bei der FSV Werdohl zum Trainingsauftakt begrüßen.

Werdohl - Das Wort „Aufgalopp“ hatte in diesem Fall seine Berechtigung, Trainer Manuel Sander nannte es nicht mehr als ein „erstes Zusammenkommen“. Mit einer lockeren, kurzen Einheit sind die Landesliga-Fußballer der FSV Werdohl am Samstagmittag in die Vorbereitung auf die neue Saison eingestiegen.

Der Coach überließ dabei die Leitung des Trainingsauftaktes über weite Strecken seinen beiden Co-Trainern Eddie Fatnassi und Simon Felbick, verfolgte das Geschehen zunächst noch in Zivil vom Spielfeldrand aus. Mit letzter Ernsthaftigkeit gingen die Akteure am Riesei noch nicht zu Werke. 

Das hatte unter anderem damit zu tun, dass große Teile des Teams wegen der muslimischen Fastenzeit oder urlaubsbedingt noch fehlten. Lediglich neun Kicker, darunter mit Cem Aktan (bisher TuS Heven), Rückkehrer Dennis Rattelsberger (TuS Plettenberg), Faruk Cakmak (VTS Iserlohn) und Julian Kroll (VfB Altena) vier der sechs Neuzugänge, führten die kleineren Spielformen auf dem Kunstgrün aus. 

Erst am Dienstag, verriet Sander, wird es erstmals richtig zur Sache gehen und auch die Kabine ein wenig voller sein. Danach stehen den Werdohlern laut Planung des Trainers rund zwei Wochen bevor, in denen vornehmlich im Ausdauerbereich gearbeitet wird. Daran schließen sich weitere zwei Wochen an, in denen Schnelligkeit und Spritzigkeit im Mittelpunkt stehen, ehe in der letzten Phase der Vorbereitung fußballerische Feinheiten, Pass- und Laufwege einstudiert werden. 

Nach zwei Jahren im Abstiegskampf schauen die Verantwortlichen bei der FSV diesmal mit mehr Optimismus der Spielzeit entgegen. „Die Voraussetzungen sind andere als vor der vergangenen Saison, weil wir keine wirklichen Abgänge haben“, betonte Sander, der selbst bekanntlich vor Jahresfrist noch gar nicht im Amt war. Im Gegenteil: Das Werdohler Urgestein hatte sich nach Differenzen mit dem damaligen Coach Alen Terzic als Spieler zum Arnsberger A-Kreisligisten SV Affeln verabschiedet, von wo aus er im September als Terzic' Nachfolger zum Riesei zurückkehrte. 

Tatsächlich stehen den sechs Neuzugängen – Torhüter Kürsay Yigit und der Ex-Plettenberger Steffen Hegemann fehlten am Samstag noch – zwar fünf Abgänge gegenüber. Als schmerzhaft empfinden Sander und Co. aber nur den Verlust von „Allzweckwaffe“ Musa Sesay, der zum Oberligisten TuS Ennepetal gewechselt ist. „Wenn es für ihn dort nicht klappt, ist er bei uns gern wieder gesehen“, stellte der Werdohler Trainer dem Offensiv-Allrounder bereits eine Rückkehr in Aussicht. Zum ersten Testspiel tritt die FSV am kommenden Sonntag beim Westfalenligisten FC Iserlohn an.

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