FSV-Niederlage in Hennen ist ein unerwarteter Rückschlag

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Intensive Duelle lieferten sich Faruk Cakmak (links) und die FSV Werdohl mit den Akteuren des SC Hennen eine ganze Menge. Letztlich gewannen die Lennetaler davon zu wenige, um Zähler aus dem Iserlohner Norden mitzunehmen.

Werdohl - Als Lukas Kessler am Sonntag in Minute 72 beim Stande von 1:0 für den SC Hennen einen Freistoß von der Strafraumgrenze über den Kasten schoss, ballte Hennens Abwehrchef Torben Ochs die Faust und stieß einen Jubelschrei aus. Eine symbolträchtige Geste.

Sie ließ erahnen: Dieses Auftaktspiel der Fußball-Landesliga würde für die FSV Werdohl kein gutes Ende nehmen. Der 90-Minüter im Iserlohner Norden war deshalb ein denkwürdiger, weil er der FSV einen Rückschlag zufügte, der so nicht unbedingt zu erwarten gewesen war. 

Keine einzige Niederlage hatten die Lennetaler in ihren acht Vorbereitungspartien – das gewonnene Westfalenpokal-Duell gegen den FC Iserlohn inklusive – kassiert. Dann aber, als es erstmals um Punkte ging, brachten die Werdohler ihre PS nicht richtig auf die Straße. „Wenn man es sonntags nicht auf den Platz bringt, kann die Vorbereitung so gut gewesen sein wie sie will. Das bringt dann nichts“, sagte Trainer Manuel Sander. „Viel zu viele einfache Fehler, zu kompliziert und zu langsam gespielt“, zählte er die offensichtlichsten Mängel auf. 

Auch die Gastgeber glänzten allerdings keineswegs. Taktisch verhielten sie sich ähnlich diszipliniert und geschlossen, wie es auch die FSV über weite Strecken tat. Der Unterschied: Der SC hatte dank des Freistoßtreffers von Jack James Hobson-Mc Veig kurz vor der Pause eine 1:0-Pausenführung im Rücken. „Hennen macht aus wenig viel“, brachte Sander die Problematik auf den Punkt, die die Werdohler schon in der Vorsaison so manchen Punkt gekostet hatte. 

Nun ist es freilich zu früh, schon Parallelen zum Fehlstart der abgelaufenen Serie zu ziehen, als die FSV – damals personell mit erheblich weniger Alternativen ausgestattet als jetzt – sich mit fünf Niederlagen zum Start selbst nachhaltig in den Tabellenkeller bugsierte. „Von einem Fehlstart wollen wir noch nicht sprechen“, unterstrich denn auch Sander. 

Klar scheint aber: Das 1:2 von Hennen birgt ein gewisses Risiko, erneut direkt in die gefährdete Zone des Klassements zu rutschen. Das zu verhindern, hat Werdohl mit der Heimpremiere am Sonntag gegen den SV Attendorn selbst in der Hand. Der 5:0-Erfolg der Hansestädter zum Auftakt gegen den FC Altenhof belegt aber, dass dies nicht einfach werden dürfte.

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