FSV Werdohl will Durststrecke gegen Meschede beenden

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Kosta Sarris (links, Szene aus dem Spiel beim BSV Menden) und die FSV Werdohl müssen aufgrund der Tabellensituation gegen die personell erheblich veränderten Mescheder als Favorit gelten.

Werdohl - Eigentlich verbietet es sich, in Zusammenhang mit der FSV Werdohl derzeit über Durststrecken zu sprechen. Schließlich stehen die Schützlinge von Trainer Manuel Sander in der Fußball-Landesliga nach fünf Partien mit vier Siegen auf dem vierten Platz.

Doch gegen den SSV Meschede, der am Sonntag (15 Uhr) zu Gast am Riesei ist, haben die Werdohler seit dem 14. April 2013 nicht mehr gewonnen. Die Voraussetzungen beider Mannschaften lassen aus Werdohler Sicht hoffen, dass diese Durststrecke am Sonntag ein Ende findet. 

„Meschede hat jetzt einen personellen Umbruch gehabt“, weiß Sander. In dem einst individuell hochkarätig besetzten Kader mit gestandenen Akteuren wie Mahmut Yavuzaslan oder den Brüdern Burak und Bilal Yavuz hat es viel Fluktuation gegeben – offensichtlich zu Lasten der Qualität. 

Zumindest lassen die bisherigen Resultate das vermuten. Aus seinen bisherigen fünf Begegnungen holte der SSV nur einen Sieg, unterlag zuletzt mit 0:2 dem FC Altenhof, der seinerseits ebenfalls einen alles andere als gelungenen Start hingelegt hat. Und so kommt es, dass sich die Werdohler, der Abstiegskandidat von einst, gegen Meschede, das Spitzenteam früherer Zeiten, plötzlich in der Favoritenrolle wiederfinden. 

Mit der aber will sich FSV-Trainer Sander verbal gar nicht lange aufhalten, bemüht stattdessen altgediente Weisheiten eines jeden Emporkömmlings, der sich selbst keinen unnötigen Druck durch allzu forsche Reden aufhalsen will. Das führt über „Wir gucken von Spiel zu Spiel“ zu der Erkenntnis, die Tabelle sei stets „nur eine Momentaufnahme“. 

Warum Sander sich derart vorsichtig äußert? Vielleicht, weil seine Elf auch in dieser Saison schon lernen musste, wie leicht es in die andere Richtung gehen kann. Die 1:2-Auftaktniederlage beim SC Hennen, der seither keinen einzigen weiteren Punkt geholt hat, dient als permanente Warnung. „Wir haben diese Erfahrung schon gemacht. Wir werden den Gegner nicht unterschätzen“, beteuert der Werdohler Coach. „Die Jungs wissen mittlerweile, was sie zu tun haben.“ 

Zum Team stößt gegen Meschede auch wieder Kapitän Lukas Kessler, der beim 1:0-Derbysieg in Menden aus privaten Gründen pausierte. Auch die zuletzt verhinderten Matthes Schröder und Emre Aydin sind wieder dabei, es fehlt lediglich der gesperrte Faruk Cakmak nach der Ampelkarte in Menden.

FSV: Grete, Duru, Yigit – Brüll, Schröder, Hegemann, Rattelsberger, Maus, Sarris, P. Fischer, Aydin, Kroll, Klamann, Bektas, R. Zekovic, F. Fischer, Maciejewski, Avdia, Kessler, Topcu

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