FSV Werdohl mit Zittersieg gegen Meschede

+
Hochüberlegen, aber doch nur knapp gewonnen: Weil die Chancenverwertung zu wünschen übrig ließ, mussten FSV-Kapitän Lukas Kessler (links) und Co. lange um den 1:0-Erfolg gegen Meschede bangen.

Werdohl - Am Ende sprangen und sangen sie doch wieder, die Spieler der FSV Werdohl. Und das zum fünften Mal in Serie. Denn auch das Heimspiel gegen den SSV Meschede hat der Fußball-Landesligist am Sonntag gewonnen – mit 1:0 (1:0). Während der Partie haderten die Lennetaler jedoch mehrfach mit sich selbst.

Denn die Werdohler machten es unnötig spannend, ließen viele Möglichkeiten zu einer frühzeitigen Entscheidung verstreichen. Bei keinem ihrer jetzt fünf Siege waren die Werdohler ihrem Gegner derart überlegen. 

Von Anfang an hatten die Hausherren gegen die in diesem Sommer personell stark veränderten Hochsauerländer den Fuß auf dem Gas. Lukas Kessler ließ eine erste große Möglichkeit für die FSV, nachdem Meschedes Patrick Kampschulte weggerutscht war und damit Muammer „Bubi“ Topcu den Weg Richtung Grundlinie freigemacht hatte, zunächst noch ungenutzt (4.). 

Nur zwei Minuten später aber zappelte die Kugel schon im Netz der Gäste. Nach mehreren Eckbällen für die Werdohler bekam der SSV den Ball nicht aus der eigenen Hälfte. Die Truppe von FSV-Coach Manuel Sander blieb hartnäckig, platzierte schließlich eine Flanke auf dem Kopf von Maciej Maciejewski. Der traf den Innenpfosten, doch von dort sprang das Leder ins Netz – 1:0 (6.). 

In der Folge mussten die rund 100 Zuschauer im Riesei-Stadion gelegentlich den Eindruck bekommen, dass nicht Meschede, sondern Werdohl das Team war, das in Rückstand lag. Denn die FSV drückte konsequent aufs Tempo und erarbeitete sich eine Chance nach der anderen: Matthes Schröder, im defensiven Mittelfeld erstmals in dieser Saison in der Startaufstellung, donnerte die Kugel aus rund 22 Metern an die Latte (28.), ein Kopfball von Marcus Brüll flog ans Außennetz (31.), Kessler jagte den Ball nach guter Kombination über Philip Fischer und Topcu haarscharf über den Mescheder Kasten (54.), Brüll war erneut per Kopf nach einem Eckstoß von Rejhan Zekovic gegen SSV-Torhüter Andree Seidel zweiter Sieger (55.). 

Erst als bei dem ein oder anderen Werdohler ein wenig die Kräfte nachließen und die Gäste das Risiko erhöhten, bekam auch FSV-Schlussmann Markus Grete etwas Arbeit. Doch es reichte für die Sander-Elf, auch wenn der eingewechselte Avdia sich noch zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ und dafür „Rot“ sah (89.). „Normalerweise müssen wir das Spiel zur Halbzeit schon entschieden haben“, musste Sander das Haar in der Suppe nicht lange suchen. 

FSV: Grete – Brüll, Rattelsberger, Maus, P. Fischer (89. Aktan) – R. Zekovic, Kroll, Schröder, Maciejewski (67. Sarris) – Kessler (76. Avdia), Topcu 

SSV: Seidel – Walther, Pilarski (51. Kilic), Kampschulte, Yavuzaslan – Bicer, Schütte – Bücker, Goncalves Fanceca (72. Arslan), Bayram – Eickelmann 

Schiedsrichter: Erk (Herne) 

Tor: 1:0 (6.) Avdia 

Bes. Vorkommnis: Rote Karte (89.) gegen Avdia wegen einer Tätlichkeit Zuschauer: 100

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare