Der SV Hohenlimburg gilt als Favorit

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Philip Fischer (links) und die FSV Werdohl holten in der vergangenen Saison einen Punkt gegen den SV Hohenlimburg 1910. Die „Zehner“ gelten in der neuen Serie als heißer Titelanwärter.

Südwestfalen - Mit den Partien RW Hünsborn gegen Aufsteiger FSV Gerlingen und SV 04 Attendorn gegen FC Altenhof wird am Freitagabend die neue Saison in der Fußball-Landesliga 2 eingeläutet. Vor dem Startschuss lohnt freilich der Blick in die Personalbücher der 16 Klubs, bei denen es in der Sommerpause zum Teil große Kader-Veränderungen gegeben hat.

Zu den „Großeinkäufern“ der vergangenen Monate zählten der FC Wetter 10/30 (18 neue Spieler), der SSV Meschede (14 neue Kräfte) und Westfalenliga-Absteiger TuS Erndtebrück II, der eine komplette Elf verlor und neu verpflichtete. Die wohl „dicksten Fische“ an Land zog der Vorjahresdritte SV Hohenlimburg, der neben dem ehemaligen Regionalliga-Kicker Michael Erzen vom TuS Langenholthausen noch sechs talentierte Akteure mit Westfalenliga-Erfahrung verpflichtete. Die „Zehner“ verloren mit David Kerefidis (RSV Meinerzhagen) und Last-Minute-Abgang Denis Rödel (Borussia Dröschede) aber auch zwei bewährte Stammkräfte.

Bemerkenswerte Verstärkungen verzeichneten Rot-Weiß Hünsborn mit Westfalenliga-Abwehr-Ass Sascha Leicher sowie der Neuling SV Hüsten 09 mit Meschedes Ex-Torjäger Bilal Yavuz. Der FC Borussia Dröschede verstärkte sich mit dem Oberliga- und Westfalenliga-erprobten Denis Rödel. Letztgenannter dürfte aber kaum die Lücke schließen können, die durch den Abgang von Torschützenkönig Arif Et zum Oberligisten FC Brünninghausen um Trainer Alen Terzic entstanden ist.

Die Mehrzahl der vielen Insider und sogenannten Experten sehen den gezielt verstärkten SV Hohenlimburg 10 und Westfalenliga-Absteiger SG Finnentrop/Bamenohl mit eingespielter Mannschaft und einem kaum veränderten Kader als erste Anwärter auf den Gruppensieg der Saison 2016/17, trauen aber vor allem RW Hünsborn nach Platz vier in der Vorsaison und - bei konstantem Auftreten - dem FC Borussia Dröschede ein Mitspracherecht zu. Doch auch der BSV Menden und der FC Altenhof sowie die verstärkten SV Hüsten 09 und RW Erlinghausen peilen einen einen einstelligen Rang an und wollen positiv überraschen. Ob das auch der zweiten Erndtebrücker Welle mit ihren Jungspunden gelingt, bleibt dahingestellt.

Im gesicherten Mittelfeld wollen der SV 04 Attendorn, der den Verlust seines Torjägers Andreas Spais (25 Treffer) verkraften muss, und die FSV Werdohl landen, die mit den Heimkehrern Faruk Cakmak und Dennis Rattelsberger sowie dem Ex-Hevener Cem Aktan und ehemaligen Altenaer Julian Kroll stärker und kompakter geworden ist.

Nicht wenige Insider trauen dem Aufsteiger SpVg Hagen 11 mit seinen früheren Ennepetaler Leitwölfen Klose, Weiß, Haya, Polo und Shooter Ropkas (66 Regionalliga- und 77 Oberliga-Einsätze) sowie Trainer Benjamin Knoche (früher Regionalliga-Kicker bei der U23 von Borussia Dortmund, SF Siegen und Borussia Mönchengladbach U23) eine starke Rolle und einen Rang im einstelligen Bereich zu.

Neben Bezirksliga-5-Meister und Aufsteiger FSV Gerlingen haben sich nach ihrer Wechselflut im Kader der SSV Meschede und der FC Wetter 10/30 den Klassenerhalt als Minimalziel gesetzt.

Von Klaus Dephilipp

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