FSV Werdohl unterliegt dem SV Attendorn mit 2:4

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Am Engagement mangelte es Falk Fischer (Mitte) und der FSV Werdohl gegen den SV Attendorn nicht. Doch mit Nachlässigkeiten in der Defensive brachten sich die Lennetaler selbst auf die Verliererstraße.

Werdohl - Manchmal haben Niederlagen einen Namen. Für die FSV Werdohl jedenfalls war die 2:4 (0:1)-Pleite im Heimspiel der Fußball-Landesliga gegen den SV Attendorn am Maifeiertag im Wesentlichen an einer Person festzumachen: An Andreas Spais, dem Plettenberger Torjäger der Gäste.

Spais war es, der mit seinem Schuss aus der Drehung das frühe 0:1 aus Werdohler Sicht besorgte (11.). Spais war es, der sich nach knapp einer Stunde den Ball schnappte, als dieser an mehreren FSV-Spielern vorbeigerutscht war, und ihn zum 0:2 in die Maschen drosch. Und Spais war es auch, der nach Rejhan Zekovics zweitem Tor des Tages zum zwischenzeitlichen 2:3 (80.) mitten in die Werdohler Schlussoffensive hinein zwei FSV-Akteure fast schon genüsslich umkurvte und mit der Eiseskälte eines selbstbewussten Torjägers das 2:4 erzielte (84.). 

Was das nackte Ergebnis nicht erkennen lässt: Es war keineswegs so, dass die Attendorner die Dinge am Riesei jederzeit im Griff gehabt hätten. In den meisten Phasen der Begegnung waren die Hausherren das aktivere Team. Spätestens bei der Doppelchance von Marcus Brüll und Muammer „Bubi“ Topcu (36.), bei der zunächst Attendorns Torhüter Alexandros Goulas, dann einer seiner Abwehrspieler auf dem Posten gewesen waren, hätte sich dieser Umstand auch im Ergebnis ausdrücken müssen. 

Und wenn der SV doch einmal ähnlich gefährlich wurde wie bei seinen Treffern, dann hatte meistens wieder Andreas Spais seine Finger beziehungsweise Füße im Spiel – so wie bei dem schlitzohrigen Versuch, FSV-Keeper Markus Grete aus der Distanz mit einer Bogenlampe zu düpieren (23.). 

Weil sie sich nach vorne zu selten entscheidend durchsetzten, rannten die Werdohler dem Rückstand hinterher. Zekovics 1:2-Anschlusstreffer kurz nach Spais’ zweitem Streich (61.) schürte bei der FSV Hoffnungen auf eine Aufholjagd. Die schien selbst dann noch möglich, als Marvin Engelbertz mit dem 1:3 den Zwei-Tore-Abstand rasch wieder herstellte (68.). 

Doch es waren die Nachlässigkeiten in der eigenen Defensive, die die Lennetaler mindestens einen Punkt kosteten. Was die Elf von Trainer Manuel Sander sich vorne mit dem neuerlichen Anschlusstreffer aufbaute (80.), war hinten nach Spais’ dritter „Bude“ schnell wieder Makulatur. „Damit bringst du dich selbst um den Lohn“, fasste Sander zusammen. 

FSV: Grete – Sesay, Schröder, Maus, Sarris – R. Zekovic, Klamann, Brüll (57. Aydin), F. Fischer (77. Avdia) – Kessler, Topcu (60. P. Fischer) 

SV: Goulas – Schulte, Litter, Balci, Mucha – Lenninger (14. Engelbertz) – Heide (88. N. Spais), Genc, König, Dogrusöz – A. Spais 

Schiedsrichter: Schäffer (Meschede) 

Tore: 0:1 (11.) A. Spais, 0:2 (61.) A. Spais, 1:2 (64.) R. Zekovic, 1:3 (68.) Engelbertz, 2:3 (80.) R. Zekovic, 2:4 (84.) A. Spais

Zuschauer: 74

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