Schwache FSV-Vorstellung bleibt tabellarisch ohne Folgen

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Emin Günes (Mitte) und die personell geschwächte FSV Werdohl agierten in Hennen genauso wie der Gegner ohne die letzte Präzision und die nötige Frische.

Werdohl - Inmitten der Iserlohner Hitze nahm Manuel Sander, Trainer des Fußball-Landesligisten FSV Werdohl, nach der 2:3-Niederlage beim SC Hennen das Wort in den Mund, das diese 90 Minuten im Naturstadion irgendwie passend charakterisierte: „Es war ein bisschen ein Sommerkick.“

Diese Beschreibung war nicht nur angesichts des Wetters völlig zutreffend. Auch das, was beide Mannschaften spielerisch in dem Iserlohner Stadtteil anboten, schien in vielen Phasen ohne den letzten Biss, die letzte Präzision, erst recht ohne die letzte Frische. 

Letzteres war aus Werdohler Sicht noch am ehesten verständlich. Mit Matthes Schröder, Kosta Sarris, Muammer „Bubi“ Topcu und dem gesperrten Semir Tuz standen den Lennetalern vier Akteure nicht zur Verfügung, die normalerweise Kandidaten für die Startaufstellung gewesen wären. Zudem saß mit Moritz Klamann ein weiterer gestandener Landesliga-Spieler angeschlagen zunächst auf der Bank. 

Der löste später Falk Fischer ab, der wenige Minuten vor der Halbzeitpause mit einer Muskelverletzung vom Platz musste. „So wie es aussieht, wird er ein bisschen länger ausfallen“, sagte Sander und rechnet mit „mindestens einem Muskelfaserriss. Wenn Falk Pech hat, ist es vielleicht auch ein Bündelriss.“ Der erste Eindruck war jedenfalls kein guter: Beim Gang Richtung Kabine musste Falk Fischer nach dem Abpfiff von Einwechselspieler Erkut Orhan und Betreuer Meiko Deller gestützt werden. 

Die Verletzung war aber nicht der einzige Faktor, weshalb Sander den Trip in die Waldstadt nicht in bester Erinnerung behalten wird. Schon die Anfangsphase ließ erahnen, dass die Werdohler nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Die Gastgeber wirkten zu Beginn etwas wacher, griffiger und belohnten sich mit dem frühen Führungstreffer durch Kai Hintzke. 

Zwar fand die FSV nach dem raschen 1:1-Ausgleich durch Lukas Kesslers verwandelten Foulelfmeter etwas besser in die Partie. Doch von ihrer Bestform blieben die Lennetaler ein ganzes Stück entfernt. „In der zweiten Halbzeit war ein bisschen mehr Zug drin“, merkte Sander zwar zurecht an, musste aber auch eingestehen: „Die Fehlerquote ist auf jeden Fall nicht gut.“ Sie war es nämlich, die dem SC nach Kesslers neuerlichem Ausgleich die dritte und letztlich entscheidende Führung zum 3:2 ermöglichte. 

Zum Klassenerhalt reichte es trotz der zweiten Niederlage in Folge, weil auch Eslohe und Bad Berleburg nicht gewannen. Und so darf die FSV relativ entspannt dem Pfingstmontag entgegen blicken, wenn sich der SSV Meschede am Riesei vorstellt.

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