FSV Werdohl bei "Eierpartie" mit glücklichem Ende

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Julian Kroll (links) steht der FSV heute Abend im Kreispokalspiel bei Eyüp Werdohl nicht zur Verfügung.

Werdohl - Als Trainer Manuel Sander die Spieler der FSV Werdohl nach dem 1:0-Erfolg des Fußball-Landesligisten gegen den SSV Meschede noch auf dem Platz zu einem Kreis zusammenrief, fiel in der Ansprache des Coaches das Wort „Eierpartie“. Die Botschaft war klar: Der Sieg hätte höher ausfallen müssen.

Matthes Schröder traf die Latte des Mescheder Kastens, Muammer Topcu den Pfosten – und auch bei etlichen weiteren großen Möglichkeiten scheiterten die Werdohler, die den Gästen spielerisch und kämpferisch über weite Strecken deutlich überlegen waren, haarscharf. „Eine Mischung aus fehlender Kaltschnäuzigkeit und ein bisschen Pech“, diagnostizierte Sander am Tag danach mit Blick auf die Abschlussschwäche seiner Schützlinge. 

Keine Frage: Wer nach dem fünften Sieg ohne Gegentor in Serie darüber klagt, dass er „nur“ dieses letztlich entscheidende eine Mal ins Schwarze getroffen hat, jammer auf hohem Niveau. Aber wer in einer derart bestechenden Form ist wie derzeit die FSV, der darf, muss und sollte eben an den Anspruch an sich selbst stellen, auch in den Feinheiten zu glänzen. 

Und so erscheint es plausibel, dass Sander die vergebenen Tormöglichkeiten, die in der zweiten Halbzeit wachsende Nervosität bei seiner Elf und die zu einer Roten Karte führende Unbeherrschtheit von Emirjon Avdia kurz vor dem Abpfiff in einem kausalen Zusammenhang sieht. „Wir haben uns selbst unnötig aus der Ruhe gebracht. Wenn das Ding frühzeitig klar ist, bekommen wir auch keine Rote Karte“, sagte der Werdohler Trainer. 

Aus all diesen Begleitumständen leitet Sander einen klaren Auftrag für die kommende Woche ab, die für die Lennetaler eine englische ist. „Wir müssen vor dem Tor noch abgezockter werden und die Dinger einfach wegmachen“, unterstreicht der 32-Jährige. Das soll im Idealfall schon im Kreispokal-Zweitrundenspiel bei Eyüpspor Werdohl am Dienstag funktionieren, spätestens aber im Landesliga-Topspiel bei der SG Finnentrop/Bamenohl am Sonntag. 

Der Westfalenliga-Absteiger ist derzeit punktgleich mit der FSV – es ist das Gastspiel des Tabellenvierten beim Zweiten. „Das wird ein interessantes Spiel werden. Wir werden uns dort nicht verstecken“, kündigt Sander an. Beide Teams weisen nur einen Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dröschede auf, der beim 0:0 gegen das noch sieglose RW Hünsborn am Samstag überraschend erstmals Punkte liegen ließ. Der Gewinner könnte also an den Iserlohnern vorbeiziehen.

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