Heimgegentore ärgern FSV-Trainer Manuel Sander

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Werdohl - Platz fünf nach zehn Spielen mit 18 Zählern: Das große Ganze stimmt bei Fußball-Landesligist FSV Werdohl. Gar nicht glücklich ist Trainer Manuel Sander aber mit dem Umstand, dass seine Elf in den vergangenen beiden Heimspielen fünf Gegentreffer kassierte.

Deren zwei davon führten am Sonntag gegen den FSV Gerlingen in der Anfangsphase zu einem 0:2-Rückstand. „Da sind wir nicht richtig online gewesen. Das ging viel zu einfach – und dann rennst du wieder hinterher“, sagte Sander. 

Letzteres taten die Lennetaler zunächst nicht allzu strukturiert. „Es hat lange Zeit gedauert, bis wir richtig im Spiel angekommen waren“, ergänzte der FSV-Coach. Genau genommen waren es 35 Minuten. Dann erzielte Falk Fischer den 1:2-Anschlusstreffer und eröffnete ein Werdohler Powerplay mit Chancen im Minutentakt. Weil aber lediglich noch Kosta Sarris mit Anbruch der Schlussviertelstunde zum 2:2-Endstand traf, mussten sich die Gastgeber – wie schon zuvor gegen den SV Hüsten nach 0:3-Hypothek – mit einem Unentschieden begnügen. 

„Nach dem 2:2 waren wir wieder etwas zu planlos, haben unsere Torszenen nicht mehr vernünftig vorbereitet“, erklärte Sander, warum trotz weitgehender Überlegenheit gegen den Aufsteiger aus Wenden am Ende nicht mehr als das Remis heraussprang. 

Es ehrt den Werdohler Trainer, dass er die personelle Situation nur bedingt als Erklärungsansatz für die zuletzt maue Ausbeute – drei Partien in der Liga ohne dreifachen Punktgewinn – heranziehen wollte. Konnte Sander während der Serie mit fünf Siegen in Folge bis zur 2:4-Niederlage in Finnentrop am 25. September weitgehend auf eine eingespielte und fitte Stammformation zurückgreifen, musste er gegen Gerlingen nach der Kopfoperation bei Marcus Brüll hinten rechts mit Marius Maus improvisieren, was wiederum den nicht optimal in die Saison gestarteten Moritz Klamann in die Innenverteidigung zwang. 

Auf den offensiven Außenpositionen waren indes die unter der Woche angeschlagenen Falk Fischer und Rejhan Zekovic genauso wenig im Vollbesitz ihrer Kräfte wie im Angriffszentrum Kapitän Lukas Kessler und Routinier Muammer Topcu. „Ein Stück weit kann das Ergebnis damit zu tun haben. Aber ich sehe es eher in unserer Schlafmützigkeit begründet“, betonte Sander. 

Die abzustellen, gilt es am Sonntag beim FC Altenhof. Einem Team, das genau wie Gerlingen zum unteren Mittelfeld der Liga gehört.

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