FSV Werdohl rettet einen Punkt gegen Gerlingen

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Muammer "Bubi" Topcu (rechts) und seine Teamkollegen von der FSV Werdohl hatten gegen Gerlingen trotz 0:2-Rückstand mehr als genug Gelegenheiten, die Begegnung sogar noch zu gewinnen.

Werdohl - Manuel Sander konnte sich ein Lachen nicht verkneifen – es war eindeutig Galgenhumor. Denn nach dem 2:2 (0:2)-Remis der FSV Werdohl im Spiel der Fußball-Landesliga gegen den FSV Gerlingen war dem Werdohler Trainer am Sonntag eigentlich überhaupt nicht vergnüglich zumute.

„Es geht mir auf die Nerven, wenn ich sehe, dass wir solche Drecksgegentore bekommen“, kleidete Sander seinen Frust über die unglückliche Punkteteilung gegen den im Saisonverlauf bislang durchaus passabel aufspielenden Aufsteiger aus der Gemeinde Wenden in Worte. 

Das erste dieser „Drecksgegentore“ fingen sich die Hausherren schon in der dritten Minute. Nach einem Eckball fand ein abgefälschter Schuss von Steffen Scheppe den Weg an FSV-Torhüter Markus Grete vorbei – 0:1. Und noch bevor die Werdohler eine rechte Strategie gefunden hatten, mit dem Rückstand umzugehen, schlug Scheppe mit einem Schuss aus halblinker Position zum zweiten Mal zu – 0:2 (19.). 

Zum zweiten Mal in Serie sahen sich die Lennetaler auf dem Riesei-Kunstgrün einem Rückstand gegenüber. Vor zwei Wochen gegen Hüsten hatten sie zwischenzeitlich gar mit 0:3 im Hintertreffen gelegen, am Ende mit einem 3:3 immerhin noch einen Zähler gerettet. 

Den Startschuss für die neuerliche Aufholjagd gab Falk Fischer, der sich gegen mehrere Gerlinger durchsetzte und mit seinem Flachschuss schließlich Gästetorwart Sven-Uwe Neuser zum 2:1-Anschluss überwand (35.). Es folgte ein wahres Offensivfeuerwerk der Gastgeber. Allein in den verbleibenden Minuten des ersten Durchgangs hätten Sanders Schützlinge durch Falk Fischer (39., nach Hereingabe von Rejhan Zekovic), Zekovic (42., nach Konter über Lukas Kessler) und nochmals Fischer (43., trifft die Latte) mindestens ausgleichen können. 

Taten sie aber nicht – und mussten folglich nach Wiederanpfiff weiter anrennen. Fischer schoss aus spitzem Winkel daneben (48.), genauso wie Zekovic aus kurzer Distanz per Absatzkick nach flachem Zuspiel von Fischer (53.). Einen ihrer inzwischen äußerst seltenen Ausflüge vor das Werdohler Tor gönnten sich die Gerlinger beim Versuch von Stefan Münchow (67.), den Grete allerdings blockte. 

Der Rest war Dauerdruck der Gastgeber. Hundertprozentige Möglichkeiten boten sich nach dem 2:2-Ausgleich durch Kosta Sarris (74.) allerdings nicht mehr. „Wir waren die klar bessere Mannschaft, hätten das Spiel im Nachhinein auch noch gewinnen müssen“, sagte Sander, für den der Punkt eine „gefühlte Niederlage“ war. 

FSV: Grete – Maus, Rattelsberger, Klamann, Sarris – R. Zekovic, Kroll, Cakmak (88. Schröder), F. Fischer (84. Avdia) – Kessler, Topcu (70. Aydin) 

Gerlingen: Neuser – Boßert, F. Brüser, C. Brüser, Beckmann – Hennecke, Söhler, Münchow – Schuchert (75. Stettner) – Scheppe (88. Dinc), Rademacher (46. Hardenack) 

Schiedsrichter: Braun (Schwerte) 

Tore: 0:1 (3.) Scheppe, 0:2 (19.) Scheppe, 1:2 (35.) F. Fischer, 2:2 (74.) Sarris

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