Fußball-Kreispokal-Finale

Favorit FSV Werdohl holt sich den Pott

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Die FSV Werdohl gewann am Donnerstagnachmittag das Finale des Fußball-Kreispokals gegen den SV Hellas Lüdenscheid.

Lüdenscheid - Es war ein unterhaltsamer Pokalnachmittag vor 400 Zuschauern am Wefelshohl, allerdings einer, an dem die große Pokalsensation ausblieb: 4:1 (2:0) gewann Fußball-Landesligist FSV Werdohl das Endspiel des Krombacher-Kreispokals gegen den A-Kreisligisten SV Hellas Lüdenscheid, wurde damit seiner Favoritenstellung gerecht und holte sich den Pott.

Gut 20 Minuten durfte der SV Hellas von einer Sensation träumen. Die Gäste aus dem Lennetal begannen zwar aggressiv und zielstrebig, ihnen fehlte aber beim letzten Pass noch etwas die Genauigkeit. Und etwas zu genau machte es Marius Maus bei einem 20-Meter-Freistoß, bei dem der Ball vor die Latte knallte (5.).

Die Minuten 21 und 22 veränderten dann das Spiel. Es waren die ersten beiden zwingenden Chancen aus dem Spiel heraus für den Favoriten, und daraus resultierten direkt die ersten beiden Tore des Spiels: Erst schlug Lukas Kesslers Linksschuss von der Strafraumgrenze zum 0:1 im Hellas-Tor ein, dann erhöhte Philip Fischer nach einem schönen Doppelpass auf 0:2. Es war eine Art frühe Vorentscheidung in diesem Pokalfight.

Hellas-Ehrentor durch Savas Moumin

Der SV Hellas reagierte prompt. Spielertrainer Timo Maehne, der in der Innenverteidigung begonnen hatte, wechselte direkt neben Malik El Yandouzi in die Spitze. Und tatsächlich drückten die Gastgeber nun und hatten durch Seckin (26.) sogar eine gute Chance zum Anschlusstor, dem Hellenen fehlte im Abschluss aber der rechte Punch.

Der Kreisvorsitzende Klaus Scharf überreichte das Siegerbier samt Pokal und Urkunde.

Mit einem 0:2 ging es in die Pause. Daraus zurück, gab der Außenseiter noch einmal richtig Gas. Maehne (55.), nochmals Seckin nach einem Konter (58.) und Moumin mit einem gefährlichen 18-Meter-Freistoß, den Duru entschärfte (67.), schraubten die Zahl der Chancen in eine Höhe, die dem Underdog ein bisschen schmeichelte. Nur eine Minute nach dem Moumin-Freistoß war es indes der gerade eingewechselte Emirjon Avdia, der nach einem Konter zum 0:3 traf und damit aus der Vorentscheidung eine frühzeitige Entscheidung machte.

Es passte ganz zum Nachmittag, dass der SV Hellas zumindest noch den Ehrentreffer erzielte. Nach einer Ecke war es Savas Moumin, der das Leder durchaus sehenswert aus elf Metern unter die Latte hämmerte. Drei Minuten später flankte der eingewechselte Tarik Kichouhi so gefährlich, dass sich Duru das Leder fast selbst ins Tor befördert hätte. Doch wie beim Moumin-Freistoß in Minute 67 war diese Chance eine Art Auslösehandlung für einen gelungenen FSV-Konter, und wieder war es Avdia, der diesen zum vierten Tor für den Favoriten vollendete.

Timo Maehne gab in der Offensive alles für Hellas, ein Tor aber war ihm nicht vergönnt.

Das war es dann beinahe schon - nach einem etwas zu harten Einsteigen im Zweikampf sah Niko Orfanos noch die Gelb-Rote Karte (87.). Und dann pfiff der gute Unparteiische Kacper Koziorz (Lüdenscheid) pünktlich ab. Die FSV durfte ein übergroßes Krombacher-Glas und einen großen Pokal in die Höhe stemmen, die Griechen aber gingen keineswegs traurig vom Platz. Sie hatten dem Landeslisten einen tollen Fight geboten.

„Die FSV hat verdient gewonnen, aber ich bin trotzdem stolz auf meine Jungs“, stellte Timo Maehne fest, „das war für uns ein tolles Erlebnis im Pokal und eine Erfahrung, die wir mitnehmen können in die neue Saison.“ In dieser neuen Saison wird die FSV den Kreis dann wieder im Landespokal vertreten. „Wir wussten, dass Hellas kämpferisch dagegen halten wird, und das haben sie auch toll gemacht“, bilanzierte FSV-Coach Manuel Sander, „aber ich denke, wir haben es souverän nach Hause gespielt und verdient gewonnen.“

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