Fußball-Kreisliga A

SC Lüdenscheid bejubelt den A-Liga-Titel

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Der SC Lüdenscheid ist Kreisliga A-Meister 2015/16.

Lüdenscheid - Der SC Lüdenscheid ist Meister der Fußball-Kreisliga A, TuRa Brügge dagegen steigt als Schlusslicht in die Kreisliga B ab. Beide Entscheidungen manifestierte der 12:0 (8:0)-Sieg des Spitzenreiters am Sonntagnachmittag beim Letzten in Winkhausen.

Es war nicht die Art von Meisterstück, die Überschwang hervorruft. Zum einen, weil ja noch eine schwere Relegation wartet. Zum anderen, weil all das, was auf dem Brügger Kunstrasen passierte, zu absehbar war. Eine Viertelstunde hielt der Underdog diszipliniert dagegen. Dann fiel das Brügger Kartenhaus gegen einen in allen Belangenen überlegenen Gegner in sich zusammen. 

Ertelt eröffnete den Torreigen nach einer Ecke (15.), Göttle (20.) und König (24.) per Kopf erhöhten auf 3:0 für den Gast. Dreimal war da der gute Jeworutzki bereits der Vorbereiter gewesen. Danach war es Zeit für eine besondere Geschichte: Zwischen der 26. und 44. Minute traf Daniel Schwenck fünfmal zum 0:8-Pausenstand. Fünf Tore in 18 Minuten stillten seinen Torhunger indes noch nicht. Er hatte ja noch ein Ziel: Sechs Tore Rückstand auf Damiano Intravaia, den Führenden der Torjägerliste, waren aufzuholen. Also gab Daniel Schwenck weiter Gas und markierte nach der Pause noch die Treffer sechs bis acht zum 0:9, 0:10 und 0:11. Im Kampf um die Torjägerkrone führt er nun 38:36 gegen Intravaia – hätte er in Winkhausen alle Riesenchancen genutzt, es könnte auch schon 40:36 stehen.  Den Schlusspunkt setzte Justin Lüthy zum 0:12 (84.). 

Der SC Lüdenscheid ist Meister der Fußball-Kreisliga 2016 

Damit siegte der SCL mit exakt jenem Ergebnis, das schon im Spätsommer im Vorbereitungskick an selber Stelle zu Buche gestanden hatte. Und dann? Gehörte der Kunstrasen dem neuen Meister der Kreisliga A, der den vom Vorsitzenden des Kreisfußball-Ausschusses, Georg Heimes, kredenzten Sekt großzügig verspritzte – unter anderem gab es eine Sektdusche für Jörg Schreyer, den SCL-Trainer, dem diesmal sein Compagnon und Spielertrainer Michael Dolezych (Urlaub) fehlte. Dass Jörg Schreyer, der Herzensbrügger, mit seinem Team ausgerechnet am Tag des Brügger Absturzes in die Kreisliga B in Winkhausen mit dem SCL den Titel feiern durfte, es war eine andere Randgeschichte des Tages an einem Nachmittag, dessen sportlicher Reiz nicht ganz unerwartet überschaubar gewesen war... 

TuRa: Kammermeier – Kurzmann (84. Böhmer), Funk, Kuhnert, Islami – Gsodam (66. Basic), Vater – Jouhand, Hamdach, Krugmann – El Attar (46. Kinsky) 
SCL: Martyniok – Fuks, König, Schreyer, Krieger – Wolf, Tatay (49. Lüthy) – Jeworutzki – Göttle (59. Liakopoulos), Ertelt (52. C. Eick), Dan. Schwenck
Schiedsrichter: Amam (Schalksmühle)
Tore: 0:1 (15.) Ertelt, 0:2 (20.) Göttle, 0:3 (24.) König, 0:4 (26.), 0:5 (32.), 0:6 (37.), 0:7 (39.), 0:8 (44., Foulelfmeter), 0:9 (50.), 0:10 (77.), 0:11 (83.) Dan. Schwenck, 0:12 (84.) Lüthy

Relegation gegen den FC Eiserfeld

Der SC Lüdenscheid ist zwei Spieltage vor dem Saisonende mit sechs Punkten Vorsprung und dem besseren direkten Vergleich gegenüber dem Tabellenzweiten VfB Altena nicht mehr von der Tabellenspitze der Kreisliga A zu verdrängen. Die Rückkehr in die Bezirksliga bedeutet dies für das Dolezych/Schreyer-Team aber noch nicht: Der Meister der Kreisliga A Lüdenscheid spielt gegen den Vizemeister der Kreisliga A Sieg in einer Aufstiegsrelegation in Hin- und Rückspiel um diesen Aufstieg. Die Termine für die beiden Spiele stehen schon fest: Am Donnerstag, 2. Juni, findet um 19 Uhr das Hinspiel gegen den FC Eiserfeld in der LüWo-Arena statt. Am Sonntag, 5. Juni, muss der SC Lüdenscheid dann zum Rückspiel im Siegerland antreten.

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