Ein Nachmittag auf der Autobahn

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„Höhere Gewalt“: KSC-Trainer Andreas Wieczorek will eine Neuansetzung der Partie in Niederschelden

Siegen - Um 16.30 Uhr war Daniel Mahmoudy-Ojghaz des Wartens endgültig überdrüssig. Der Unparteiische aus Medebach erklärte die Partie zwischen dem SuS Niederschelden und dem Kiersper SC für ausgefallen.

Mit gerade einmal fünf Akteuren plus Trainer Andreas Wieczorek war der Gast aus dem Volmetal am Sportplatz Rosengarten anwesend, weitere zehn KSCer standen in der Vollsperrung auf der A45, die aufgrund eines schweren Lkw-Unfalls bis in den Abend hinein zwischen dem Kreuz Olpe-Süd und Freudenberg nicht passierbar war.

„Wir haben dem Schiedsrichter die Nachrichten der Navigationsgeräte gezeigt, dass unsere Mannschaft nicht vor 17.30 Uhr hätte vor Ort sein können“, berichtet Andreas Wieczorek, „daraufhin ist das Spiel dann abgesagt worden.“ Die Sichtweise der Beteiligten, wie es nun weitergeht, ist unterdessen eine unterschiedliche. Die Gastgeber, mit 28 Punkten längst nicht aller Sorgen ledig, beanspruchen die Punkte für sich, der KSC sieht das natürlich gänzlich anders. „Das ist ein klassischer Fall von höherer Gewalt“, sagt Trainer Andreas Wieczorek, „da gibt es nur eine Möglichkeit und das ist eine Neuansetzung.“

Einen entsprechenden Vermerk hat Wieczorek gestern auch in den Spielbericht eintragen lassen. Das Argument, man habe früher losfahren können, lässt der KSC-Coach nicht gelten. Schließlich habe es sich um einen Unfall auf der Autobahn gehandelt und nicht im Vorfeld absehbare Witterungsverhältnisse oder Ähnliches. Geht es nach dem KSC, soll die Partie so schnell wie möglich nachgeholt werden. „Wir haben den kommenden Mittwoch um 19 Uhr vorgeschlagen“, so Wieczorek. Eine Entscheidung muss nun Staffelleiter Hans-Uwe Frommann (Siegen) treffen.

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