Fußball-Bezirksliga 5

RSV vor dorniger Aufgabe am Rosengarten

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Marius Thiemann (rechts) findet sich immer besser ein im SCL-Team – der Youngster dürfte auch in Weltringhausen seine Einsatzchance für den Liga-Neuling bekommen.

Kreisgebiet - RSV Meinerzhagen, Kiersper SC, SC Lüdenscheid und RW Lüdenscheid - für dieses Quartett hält der Sonntag Auswärtsaufgaben bereit. Keine einfachen, aber auch keine unlösbaren in zumindest drei Fällen.

SuS Niederschelden - RSV Meinerzhagen:  Nächste Herausforderung für den RSV Meinerzhagen: Am Sonntagnachmittag hat er es mit einer weiteren Mannschaft aus dem Verfolgerduell zu tun, denn ab 15 Uhr steht er am traditionsreichen Siegener Rosengarten beim SuS Niederschelden auf dem Prüfstand. 

Dass der verlustpunktfreie Tabellenführer auch ins neunte Saisonspiel als Favorit geht, versteht sich dabei von selbst – und bereitet im Lager der Volmestädter niemandem Kopfzerbrechen. „Die Favoritenrolle ist die Anerkennung, die sich die Mannschaft erarbeitet hat“, sagt Trainer Mutlu Demir. Überhaupt scheint dem RSV in diesen Tagen alles leicht von der Hand zu gehen. „Im Moment brauchen wir als Trainerteam im Spiel praktisch kaum von außen einzugreifen“, stellt Demir fest, betont aber gleichzeitig: „Dahinter steckt harte Arbeit, die die Jungs seit Wochen und Monaten investieren. Umso mehr freuen wir uns über die Souveränität, mit der sich die Mannschaft Woche für Woche präsentiert.“  

Durchaus souverän sind aber auch andere – beispielsweise der morgige Gegner der Meinerzhagener, wenn er zu Hause antritt. Vier Spiele hat der SuS Niederschelden bislang am Rosengarten bestritten, vier Mal ging er als Sieger vom Platz. Beim RSV wird mit Fisnik Zejnullahu eine Stammkraft grippebedingt ausfallen. Ebenfalls nicht dabei ist der privat verhinderte Müjdat Aktas, während Timo Eick nach beendetem Urlaub wieder zur Verfügung steht. Angesichts guter Trainingseindrücke stellt der Offensivakteur durchaus schon wieder eine Option für die erste Elf dar, ließ Mutlu Demir durchblicken.

TuS Plettenberg - Kiersper SC: Zum Kreisderby reist der Kiersper SC am Sonntag zum TuS Plettenberg. Anstoß auf dem erst kürzlich fertiggestellten neuen Kunstrasenplatz im Sportzentrum Böddinghausen ist um 15 Uhr. Betrachtet man den bisherigen Saisonverlauf der Mannschaften, so finden sich dort einige Parallelen, denn beide erwischten einen schlechten Saisonstart. Nach fünf Niederlagen und zwei Unentschieden gelang dem KSC bekanntlich vor Wochenfrist beim 5:1 gegen die SG Hickengrund der erste Sieg. Eigentlich noch schlimmer hatte es den TuS Plettenberg getroffen: Er startete mit vier deftigen Niederlagen, wobei er aufgrund der Stadionrenovierung allerdings alle vier Begegnungen auswärts absolvierte. Beginnend mit dem ersten Spiel auf dem neuen „Teppich“ (1:0 gegen den SV Ottfingen), hat die Michailidis-Elf mittlerweile zehn Zähler eingeheimst und ist zu Hause noch ungeschlagen. 

Die RSV-Kicker wollen auch am Rosengarten jubeln.

Personell kehren beim KSC im Vergleich zur Vorwoche zumindest zwei Akteure in den Kader zurück. Mit Justin Lüthy und Chrstopher Brock stehen zwei zusätzliche Alternativen bereit, allerdings wird Baris Moumin krankheitsbedingt fehlen. Unter den Spielern grassiert die Grippe, so dass gegebenenfalls Ergänzungen aus der Reserve denkbar sind. Immer noch keine genaue Diagnose gibt es in puncto Jan Thomas’ Knieverletzung. Die MRT-Untersuchung am Donnerstag bestätigte den befürchteten erneuten Kreuzbandriss nicht, schließt ihn aber genauso wenig aus. Zunächst einmal wird das Knie des KSC-Kapitäns nun konservativ behandelt. 

SG Kleusheim/Elben - RW Lüdenscheid: Es geht „nur“ zum Tabellenvorletzten SG Kleusheim/Elben (Sonntag, 15 Uhr, Rasenplatz Elben, Thieringhauserstraße), doch für RW Lüdenscheids Trainer Marco Sadowski kein Grund zur Entspannung: „Ich habe gesagt, wir stehen vor schweren Wochen, daran hat sich nichts geändert“, meint er und kann das auch gut begründen. Zwar kehrt mit Robin Breitenbach nach der Gelb-Rot-Sperre ein gestandener Akteur am Sonntag zurück in die Startformation, aber es fallen weiter nicht nur fünf Leistungsträger aus (Scheerer, Sommer, Firat, Katsaros und El Alami), sondern zu denen könnten sich eventuell zwei weitere gesellen: denn mit Mark Sattler fehlte der zuletzt zum Abwehrchef umfunktionierte Fels in der Brandung im Training ebenso wie Stammkeeper Joans Brackmann (beide Magen- und Darmgrippe). 

Droht auszufallen: Jonas Brackmann (RWL).

„Ich will nicht jammern, aber die Situation ist schon vertrackt. Zwar haben alle das gute Spiel in Salchendorf gelobt, aber Tatsache ist, dass wir zum zweiten Mal in Folge ohne Punkte geblieben sind. Und das ist es, was mich ärgert, denn wir können uns keine drei bis fünf Niederlagen in Folge leisten, wenn wir wenigstens mit den Klubs hinter dem RSV Meinerzhagen mithalten wollen. Das können wir in Bestbesetzung allemal, aber jetzt müssen wir unbedingt wieder punkten“, baut der Coach auch gegenüber seinen Youngstern Erfolgsdruck auf. „Zumindest ein Punkt muss unser Ziel sein“, hat Sadowski deshalb als Vorgabe ausgegeben und bereitet sein Team akribisch auf den Aufsteiger vor.

SC LWL 05 - SC Lüdenscheid: Die fünfte Reise der Saison führt den SC Lüdenscheid am Sonntag nach Weltringhausen. Das zur Hansestadt Attendorn gehörende Örtchen Weltringhausen – das sind offiziell 18 Einwohner und ein Kunstrasenplatz, auf dem der Bezirksligist SC LWL 05 in etwa jedes zweite Heimspiel austrägt, die andere Hälfte findet in Neu-Listernohl statt. Am Sonntag also spielt LWL in Weltringhausen, wobei das W im Namen des Vereins keineswegs für Weltringhausen steht. LWL steht für die drei Ort Listernohl, Windhausen und Lichtringhausen. Und LWL steht aktuell auch für ziemlich erfolgreichen Bezirksliga-Fußball. Seit der 2:4-Auftakt-Niederlage in Ottfingen am 11. August hat der SC LWL 05 nicht mehr verloren in der Liga, nur noch drei Gegentore kassiert (gesamt: 17:7) und sechs Spiele in Folge gewonnen.

„Dritter Platz, sehr defensivstark – sicher wird das eine harte Nuss“, sagt Michael Dolezych. Der Spielertrainer des SCL hätte gerne mal keine harten Nüsse, doch der Spielplan ist kein Wunschkonzert – die Wochen der Wahrheit gegen die Teams aus der zweiten Tabellenhälfte beginnen für den SCL erst am 23. Oktober mit dem Gastspiel bei der SG Hickengrund. Bis dahin gilt es für den Neuling, hier und da etwas mitzunehmen – wie in der Vorwoche beim 2:2 gegen den SV Ottfingen. Hoffnung darf dem SCL die Rückkehr von Tobias Ertelt in den Kader machen. Der zentrale Stürmer hat im Urlaub seine Bänderverletzung aus dem RWL-Spiel auskuriert. Toni Liakopoulos ist wieder im Training und vielleicht eine Alternative für die Defensive. Allerdings ist Birol Yilmaz ebenso angeschlagen (Schlag gegen den Knöchel im Ottfingen-Spiel) wie Abwehrchef Manuel Wolf, zudem fallen Vater, Schreyer und Möller aus.

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