Trainer-Wunsch: Keine Sorgen in neuer Saison

Lüdenscheid - Marco Lagoudakis ist vorsichtiger als noch vor Jahresfrist: Den Angriff auf die ersten drei Plätze der Frauenfußball-Bezirksliga strebte der Lüdenscheider 2015 mit dem Team des LTV 61 an. Heraus kam eine Saison, in der die Kickerinnen vom Honsel bis zum Schluss im Tabellenkeller steckten. „Dieses Jahr möchte ich früher die Gewissheit haben, dass wir nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben“, sagt Lagoudakis jetzt.

Die Lüdenscheider Fußballerinnen gehen mit 24 Spielerinnen in die Bezirksliga-Saison, in der außer dem LTV 13 weitere Mannschaften in der Staffel 3 vertreten sind. Neben Landesliga-Absteiger SF Siegen II sind die drei Aufsteiger Germania Salchendorf, FC Finnentrop II und SC Berchum/Garenfeld neu in der Klasse. Die 61-erinnen starten am 28. August auf eigenem gegen die SpVg Bürbach in die Meisterschaft, für die der SV Schameder favorisiert sein dürfte.

Neben Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs schlossen sich im Sommer auch zwei Fußballerinnen dem LTV-Frauen-Team an, die nach Lüdenscheid gezogen sind – und beide bringen Erfahrungen in überkreislichen Spielklassen mit, freut sich der Trainer. Marie-Christine Stötzel kommt von Fortuna Freudenberg, hat Landes- und Westfalenliga gespielt, während Luzie Möllmann zuvor für den Kreisligisten SC Glandorf im Osnabrücker Land aktiv war, aber bereits in Niedersachsen- und Bezirksliga aufgelaufen war. Beide sind in der Abwehr zu Hause.

Eigengewächse und eine Rückkehrerin

Eigengewächse, die aus der Bezirksliga-B-Jugend des LTV zu den Seniorinnen wechseln, sind die Torhüterin Larissa Wilczek und die Mittelfeldspielerin Dana Schrenner, die Tochter des LTV-Männer-Trainers Michael Schrenner. Nach einer Fußballpause schnürt Luisa Hartmann, die in der Jugend am Honsel gespielt hat, wieder die Schuhe, während Nora Ellend nach einer Familienpause wieder „heiß“ auf das Spiel mit dem runden Leder ist. Beide sind ebenfalls für das Mittelfeld vorgesehen. Bereits in der vergangenen Rückrunde hatten zudem mit Lale Senyildiz und Dilara Acar zwei Spielerinnen von Westfalenligist FC Finnentrop den Weg zurück zu ihren Wurzeln im Märkischen Kreis gefunden und zum Klassenerhalt beigetragen. „Der Kader ist breiter aufgestellt“, fasst Marco Lagoudakis zusammen – trotz der Abgänge. Nicht mehr dabei sind Pauline Pohlers (Studium in Trier) und Sarah Kanngießer (Ausbildung in Mönchengladbach), Nicole Michna tritt kürzer.

Schon vor dem „Aufgalopp“ ließ der LTV-Trainer sein Team bei mehreren Turnieren auflaufen, bei denen sich die Lüdenscheiderinnen gut platzierten oder sogar gewannen. Auch der erste Großfeld-Test beim FC Overberge verlief erfolgreich (6:1), weitere vier Vorbereitungsspiele sind noch geplant: 31. Juli SF Sümmern (A), 12. August SC Plettenberg (A), 21. August SV Bommern (A), 24. August SC Drolshagen (H)

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