Riesen Roosters-Reinfall

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Roosters-Angreifer David Dziurzynski (Mitte) kassierte schon nach sieben Minuten die erste Zeitstrafe im Duell mit den Wolfsburgern bei der erneuten Heimenttäuschung am Seilersee.

Iserlohn - Die Iserlohn Roosters bleiben weiterhin am Tabellenende kleben. Am fünften Spieltag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) verlor das Team von Trainer Jari Pasanen am Freitag am Seilersee mit 1:6 gegen die Grizzlys Wolfsburg.

 Wie schon in den ersten beiden Heimspielen erwischten die Roosters den besseren Start. Chad Bassen besaß freistehend zwischen den Bullypunkten die erste Chance, doch er zog die Scheibe links am Kasten vorbei. Nur 30 Sekunden später versuchte es Ross aus aussichtsreicher Position und gleich darauf Periard mit einem Schuss von der blauen Linie. Beide scheiterten jedoch an Felix Brückmann.

 In der 6. Minute dann die kalte Dusche für die Iserlohner. Erst der Scheibenverlust an der gegnerischen blauen Linie, dann machten sich drei Wolfsburger auf das Weg Richtung Roosterstor. Die Drei- gegen Zwei-Situation nutzte Furchner zum 0:1. In der Folge leisteten sich die Roosters gleich drei Strafzeiten, die sie jedoch schadlos überstanden.

Vier Minuten vor dem Ende des ersten Durchgangs fuhr Ross einen der beiden Linesmen um. Dies bewerte das Schiedsrichtergespann Rohatsch/Hurtik als eine Tätlichkeit und bestrafte den Stürmer mit 5 Minuten plus Matchstrafe. Nachdem die Wolfsburger ihre Überzahlformation im Drittel der Sauerländer gefunden hatten, nahm Likens Maß und Voakes fälschte die Scheibe vor dem Tor ab – 0:2.

 Im Mittelabschnitt hieß es erstmal, die noch übrige Zeit in Unterzahl zu überstehen. Dies gelang den Roosters, die bei Gleichzahl sofort die erste Großchance besaßen. Periards Handgelenkschuss aus dem Rückraum fälschte Blaine Down noch mit dem Schläger ab, der Anschluss zum 1:2.

Doch keine 22 Sekunden später leistete sich Troy Milam bei seinem Querpass im gegnerischen Drittel einen Blackout. Aubin schnappte sich den Puck und stellte mit dem 1:3 den alten Abstand her (25.). Jetzt wurden die Spieler merklich nervös. Button verlor erst die Scheibe im Mitteldrittel und dann das Laufduell gegen Furchner, der Pickard zum 1:4 bezwang. In der Folge war Chet Pickard Iserlohns Bester, der mit zahlreichen abgewehrten Schüssen einen höheren Rückstand verhinderte. Beim 1:5 von Dehner war er allerdings machtlos.

 Im Schlussdrittel gab’s nur wenige Höhepunkte. Die Grizzlys spielten mit dem Vorsprung im Rücken die Partie souverän herunter, legten durch Dehners eher harmlosen Schuss zum 6:1 unter Pickards Schoner nach. Ein Sonderlob verdiente sich am Abend das Iserlohner Publikum, das sein Team bis zum Ende überaus lautstark unterstützte. André Günther

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