Der Knüller steigt am Nattenberg

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Matthias Urbas (links) und Routinier Lars Scheerer (rechts) sind im Derby gegen Spitzenreiter RSV Meinerzhagen wohl auf alle Fälle am Ball.  

Lüdenscheid/Volmetal - Die Fußball-Bezirksliga 5 schaut am Sonntagnachmittag zum Nattenberg: Dort erwartet Rot-Weiß Lüdenscheid als ungeschlagener Tabellenvierter den in sechs Spielen sechs Mal siegreichen Spitzenreiter RSV Meinerzhagen zum absoluten Ligahit. Die Tabellen-Kellerkinder SC Lüdenscheid und Kiersper SC stehen vor hohen Auswärtshürden.  

RW Lüdenscheid - RSV Meinerzhagen (Sonntag, 15 Uhr, Nattenberg-Kunstrasen):  Zwei von drei ungeschlagenen Ligavertretern im Derby unter sich, mehr Spitzenspiel geht kaum. Aber ausgerechnet in diesem mit Hochspannung erwarteten Kreisduell muss RWL auf wichtige  Stammkräfte verzichten, vor allem in der Offensive um Durchschlagskraft fürchten: Mit Torjäger Hakan Firat  und der "Stamm-10" Redouane El Alami (beide verletzt), aber auch im defensiven Mittelfeld mit Kapitän Timo Sommer fehlen drei ganz wichtige Akteure. Vier Fragezeichen hinter den Namen von Marvin Bonevski, Christos Katsaros, Soufian Maatalla (alle angeschlagen) und Lennard Adams (erkrankt) vergrößern die Sorgen von RWL-Coach Marco Sadowski. Doch der bleibt zuversichtlich ("Wir haben einen großen und guten Kader") und will auch mit einigen Nachrückern, "den Platz nicht als Verlierer verlassen." 

„Wir fahren ohne jeden Druck und relaxed nach Lüdenscheid und freuen uns aufs Spiel“, sagt RSV-Coach Demir, der ein Spiel mit vielen Treffern erwartet und auf das letzte Duell der Teams verweist, das der RSV mit 6:3 gewann: „Spiele gegen RWL waren immer sehr torreich.“ „Wir gehen gut gerüstet ins Derby. Wie heiß die Mannschaft ist, zeigt sich im Training: Jeder Einzelne zerreißt sich und will sich für die Startelf empfehlen – da bedarf es keiner weiteren Motivationsrede“, sagt er und kann aus fast vollem Kader schöpfen.

SuS Niederschelden - SC Lüdenscheid (Sonntag, 18! Uhr, Stadion Am Rosengarten):  Zu später Stunde möchte der Aufsteiger aus der Kreisstadt am Rosengarten überraschen und nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten, wie Mittrainer Jörg Schreyer formuliert. Zwar fehlt Sohn Marvin noch ebenso für drei Wochen wie Stürmer Timo Ertelt, außerdem Christian Möller und Tomislav Kaplan, aber Schreyer entdeckte beim knappen Pokalsieg in Herscheid wieder alte Tugenden wie Mannschafts- und Kampfgeist und die unbedingte Bereitschaft, sich zu quälen. Und mit Daniel Schwenck steht der bislang verhinderte Torjäger wieder zur Verfügung. „Vielleicht findet der ja seinen Torriecher wieder“, hofft Schreyer.    

VSV Wenden - Kiersper SC (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasen Schönau):  Beim noch immer sieglosen KSC sieht Trainer Andreas Wieczorek die Partie in Schönau keineswegs als Schicksalsbegegnung, sondern arbeitet noch gelassen am erfolgreichen KSC-Comeback. Selbstvertrauen für die Partie bei der in dieser Spielzeit erst einmal besiegten Rokitte-Elf schöpften die Kicker vom Felderhof unter der Woche mit dem 8:0-Pokalerfolg bei A-Ligist VfB Altena, der aber auch eine neue personelle Baustelle eröffnete: Mit Jan Thomas verletzte sich der eigentliche Torgarant wieder an jenem Knie, an dem er sich in der Vorsaison einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Ein MRT-Termin in der kommenden Woche soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung bringen, der Angreifer steht am Sonntag auf keinen Fall zur Verfügung.     

 

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