Eishockey, DEL

Roosters-Debakel in der Domstadt

+
Jason Jaspers und die Iserlohn Roosters wurden für ihre einfachen Fehler von den Haien böse bestraft.

Köln - Was passiert, wenn eine Spitzenmannschaft Fehler gnadenlos zu bestrafen versteht, erlebten die Iserlohn Roosters beim Tabellenführer aus Köln. Die Haie mussten nie ihr bestes Hockey spielen, es reichte auf Fehler des Gegners zu warten. Der hatte auch richtig gute Phasen, brachte sich aber immer wieder selbst aus dem Konzept und verlor 2:7 (0.3, 1:3, 1:1).

Obwohl die Gäste aus dem Sauerland im ersten Abschnitt druckvoll und clever offensiv agierten, sorgten drei Scheibenverluste in der Defensive für drei Kölner Treffer und Frust auf der Iserlohner Bank. Dabei starteten die Sauerländer nach zwei, drei Kölner Druckminuten überaus gut ins Match. Wruck, Rome oder Friedrich hattenGelegenheiten, scheiterten aber am sehr souverän haltenden Gustav Wesslau. Dennoch präsentierten sich die Blau-Weißen konzentriert im Aufbau und erarbeiteten sich aufgrund ihres guten Tempos immer wieder solide Abschlüsse – bis zur 13. Minute. Da verbuchte Uvira den Führungstreffer (13.). Ein Moment, der die blau-weiße Angst vor Fehlern und dem Verlieren zurückkehren ließ. Krämmer (18.) und Gogulla (20.) erhöhten zum 3:0.

 Fehler bestraften die Haie auch in den zweiten Abschnitt gnadenlos. Da waren sie anfänglich ohnehin fast dauerhaft im Iserlohner Verteidigungsdrittel unterwegs, schnürten die sichtlich geschockten Sauerländer ein. Krämmer erhöhte in der 24. Minute auf 4:0, Lalonde später auf 5:0 (31.). Ein weiteres unnötiges Foul von Rome brachte die Sauerländer erneut in Unterzahl, aber auch zum Anschlusstreffer durch Dziurzynski (32.). Zwölf Sekunden vor Ende des Drittels nach einem Unterzahl-Alleingang von Jones fiel aber das 6:1 für die Haie. Die Partie war so praktisch entschieden. 

Weil die Haie nach 3:49 Minuten im Schlussdrittel durch einen von Hager abgefälschten Potter-Schuss sogar zum 7:1 trafen, standen die Roosters schon früh vor der höchsten Saisonniederlage. Dziurzynskis Alleingang nach gutem Zuspiel von Ross aber sorgt zumindest für den zweiten Treffer der Gäste. Aufgrund der klaren Leistungssteigerung des Neuzugangs an diesem Wochenende lässt sich zumindest bei ihm vermuten, dass er in seiner neuen Heimat am Seilersee angekommen ist. Wenigstens eine positive Erkenntnis an einem trüben Abend. 

Mehr zum Thema

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare