Die FSV hat Lust auf den nächsten Coup

+
Torjäger-Routinier „Bubi“ Topcu (rechts) und die FSV Werdohl sind bereit für die nächste Überraschung im Westfalenpokal.

Werdohl - Liebend gerne würde die FSV Werdohl den Status des Favoritenschrecks aufrechterhalten und zum zweiten Mal in Folge in das Achtelfinale des Krombacher-Westfalenpokals einziehen. „Wir haben Bock auf diese Spiele. Die Jungs sind heiß darauf“, sagt FSV-Trainer Manuel Sander vor dem Zweitrundenduell, das dem Fußball-Landesligisten am Donnerstag (19.30 Uhr, Riesei) ein Heimspiel gegen den Westfalenliga-Neuling SC Neheim beschert.

Saisonübergreifend kegelte der heimische Branchenführer binnen eines Jahres bereits drei klassenhöhere Mannschaften aus dem Verbandspokal. In der vergangenen Spielzeit schaltete die FSV den Oberligisten ASC 09 Dortmund aus (4:1) und ließ in der zweiten Runde einen 2:0-Erfolg gegen Westfalenligist Westfalia Wickede folgen. Im Achtelfinale war dann gegen den SV Lippstadt (1:3) Endstation.

Im ersten Pflichtspiel der laufenden Serie musste mit dem FC Iserlohn ein weiterer Westfalenligist die Segel am Riesei streichen. Nach Verlängerung behaupteten sich die Werdohler am 7. August mit 2:1. Es war ein weiterer Cup-Erfolg, der die FSV einmal mehr auf den Geschmack gebracht hat. „Ziel ist es auch gegen Neheim zu gewinnen und die nächste Runde zu erreichen. Dieses Selbstvertrauen haben wir“, betont Sander.

Die breite Brust der Werdohler kommt nicht von ungefähr. In der Liga läuft es für die Kicker aus dem Lennetal bislang richtig rund. Mit 16 Zählern aus acht Partien hat sich die FSV im oberen Tabellendrittel festgesetzt und wirkt gefestigt wie schon lange nicht mehr. Das 4:4:2-System haben Rattelsberger, Cakmak und Kessler verinnerlicht, die Aufgaben sind teamintern klar verteilt. Einen Grund, von diesem bewährten System und den taktischen Vorgaben abzurücken, sieht „Manni“ daher nicht.

Während die Werdohler also vor Selbstvertrauen strotzen, steckt der SC Neheim in der Ergebnis-Krise. Nach dem souveränen Gewinn der Landesliga-Meisterschaft ist die Aufstiegseuphorie rund um die Sportanlage Binnerfeld augenscheinlich verflogen. Die Mannschaft um Trainer Alex Bruchhage hat in der Westfalenliga noch nicht Fuß gefasst und ist nach sieben Niederlagen aus acht Spielen mit drei Pünktchen Vorletzter. „Für Neheim wird der Westfalenpokal daher sicherlich eine willkommene Abwechslung sein“, mutmaßt Manuel Sander, der in den Tagen nach dem 3:3 in der Liga gegen den SV Hüsten einige Informationen über den SCN gesammelt hat. „Auch wenn es in der Liga noch nicht läuft verfügt Neheim über ein paar Jungs, die reichlich Qualität haben. Allein schon wegen der Ligenzugehörigkeit sind sie daher auch Favorit“, meint der FSV-Trainer.

Verzichten muss Manuel Sander auf die weiterhin gesperrten Erkut Orhan und Emirjon Avdia. Emre Aydin, dem in der ersten Runde der 2:1-Siegtreffer gegen den FC Iserlohn gelang, muss aus beruflichen Gründen passen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare