Zeit für ein bisschen Ruhe

Das Saisonende kommt der SGSH sehr gelegen

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Tschüss, bis nächstes Jahr! Auch Maciej Dmytruszynski verabschiedete sich am Samstagabend in der Sporthalle Königshof in Krefeld in die Sommerpause.

Krefeld - Gerade im letzten Saisonspiel, wenn das Fell des Bären bereits verteilt ist, ist es ein erheblicher Vorteil, zu Hause zu spielen: Die HSG Krefeld nutzte am Samstag die Gelegenheit, sich ordentlich von den Fans zu verabschieden. Die SGSH lieferte dagegen 60 Minuten ab, die als Abbild der Saison taugten. 60 Minuten mit Licht, aber auch viel Schatten waren es.

Dragan Markovic lobte die HSG Krefeld am Ende noch schnell („Die Mannschaft spielt den besten Handball der Liga…“), entschuldigte sich bei den Krefelder Fans für die Indisponiertheit seines Teams in der ersten Halbzeit und war „sehr zufrieden mit der zweiten Hälfte“. Die hatte immerhin anders als vor zwei Wochen in Korschenbroich ein Debakel abgewendet.

Dann feierte Markovic noch ein bisschen und hatte am Sonntag schon den nächsten Termin. Fußball: Sein jüngerer Sohn spielt in der U19 des FSV Frankfurt. Da durfte der Vater als Zuschauer natürlich nicht fehlen. Das Kapitel Markovic ist bei der SGSH nun beendet. Der bosnische Nationalcoach hat mit der SGSH das Saisonziel erreicht. Platz 13 im Endklassement. Nun gut, es ist noch einmal gut gegangen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

SGSH verliert Saisonausklang 27:33 bei der HSG Krefeld

In der neuen Saison will die SGSH nicht nur in Krefeld ein bisschen mehr sein als am Samstagabend. Auch wenn die Krefelder, die vor dem Spiel mit Lukas Schmitz, Dauerbrenner Thomas Pannen (seit zehn Jahren in der 3. Liga für den Verein dabei) und David Breuer verabschiedeten (alle treten kürzer), dann hoch hinaus wollen. „Hier bauen wir etwas auf, und nächstes Jahr greifen wir richtig an“, versprach Olaf Mast den Krefelder Fans, die es bei Freibier und kulinarischen Köstlichkeiten zum Nulltarif gerne hörten.

SGSH-Auftakt am 6. Juni

Bei der SGSH ist für den Aufbau Stefan Neff zuständig. Gemeinsam mit dem neuen Sportlichen Leiter Axel Vormann bittet er das Team am 6. Juni zum Auftakt. Bis dahin wartet vielfach Heimaturlaub aufs Personal. Es ist die Zäsur, nach der alles besser, vor allem ruhiger werden soll. 

Gänsehaut-Momente für Neff

Stefan Neff ist am Samstagabend beim Heimspiel des TuS Volmetal ebenso wie Niklas Polakovs gebührend verabschiedet worden. Das Konterfei der beiden Neu-SGSH-ler war auf großen Transparenten über dem Fanblock aufgehängt worden. „Einmal Taler, immer Taler“, stand darunter. Es waren letzte Gänsehaut-Momente für Neff nach viereinhalb so erfolgreichen Jahren am Volmewehr. Es sollen Tränen geflossen sein in der Nähe der Volme. Großes Kino vor der großen neuen Aufgabe, die ab Juni auf den Hagener wartet.

Eskericic bittet um Vertrags-Auflösung 

Bei der SGSH fielen zumindest zwei Abschiede weniger emotional und öffentlich aus: Nach Max Büchel, der auf sein letztes Spiel in Krefeld verzichtete und der Mannschaft bereits am Donnerstag Tschüss gesagt hatte, wird auch Kristian Eskericic das Team verlassen. Was seit geraumer Zeit als Gerücht zu vernehmen war, gab die SGSH am Sonntagabend offiziell bekannt. Eskericic hat um die Auflösung seines Vertrages gebeten, weil er im nächsten Jahr in der 2. Bundesliga spielen will. Bei welchem Verein, ist unklar. Beim Zweitliga-Nachbarn Ferndorf war er vor der Saison durchgefallen. Auf jeden Fall strebt Eskericic ein Leben als Handballprofi an – der 1. SGSH-Vorsitzende Ken Börner wird auf der Internetseite des Vereins zitiert, dass die SGSH ihm die 2. Bundesliga und dieses Leben auf Sicht nicht bieten könne.

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