Alexandra Esser möchte erneut in den Endkampf

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Der Einzug in den Endkampf wäre für Alexandra Esser am Sonntag bei der U23-DM in Wattenscheid ein Erfolg.

Wiblingwerde - Es war der Lohn für ihren Trainingsfleiß und zugleich ein echter Mutmacher für die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der U23 am bevorstehenden Wochenende: Bei den westfälischen Jugendmeisterschaften in Gütersloh gewann Alexandra Esser vor knapp zwei Wochen nicht „nur“ den Titel im Kugelstoßen der U20, sondern stellte mit 13,65 Metern auch eine neue persönliche Bestweite auf.

Die Athletin des TV Wiblingwerde untermauerte damit eindrucksvoll, dass sie sich in diesem Jahr in starker Verfassung befindet. Daher blickt Esser den nationalen Titelkämpfen der U23 im Wattenscheider Lohrheidestadion auch zuversichtlich entgegen.

Nervös oder aufgeregt, sagt die Lüdenscheiderin, sei sie bislang keineswegs. „Aber das wird vielleicht noch kurz vor dem Wettkampf der Fall sein“, schmunzelt Alexandra Esser, die im Lohrheidestadion die einzige Vertreterin des heimischen Leichtathletikkreises sein wird. Vielmehr überwiegt in diesen Tagen die Vorfreude, erneut bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid dabei zu sein.

Mehr als 800 Teilnehmer werden zu dieser zweitägigen Veranstaltung erwartet. Und erfahrungsgemäß ist die Stimmung im altehrwürdigen Lohrheidestadion eine ganz besondere - das weiß Alexandra Esser nur zu genau. Vor zwei Jahren wurde die TVW-Athletin bei der Jugend-DM in Wattenscheid starke Siebte der U18. Es war der unbestrittene Saisonhöhepunkt. Und ein dickes sportliches Ausrufezeichen.

Das Erreichen des Endkampfes bei der U23-DM - es wäre für die Lüdenscheiderin am Sonntagnachmittag wiederum ein voller Erfolg und ist auch das gesteckte Ziel. In der Meldeliste wird Alexandra Esser als Neunte geführt, allerdings mit der Vorleistung von 13,23 Metern, die sie Ende Mai bei den Offenen Nordrhein-Westfälischen Meisterschaften erzielte. Diese Weite reichte in Bottrop für die Silbermedaille vor Annina Brandenburg (ART Düsseldorf). Brandenburg gehört am Sonntag in Wattenscheid ebenfalls zur Konkurrenz, ist mit 13,40m Achte der Meldeliste. Um in den Endkampf der besten Acht einzuziehen, wird Esser die Rheinländerin also wohl wieder hinter sich lassen müssen, spricht daher selbst von einem „Zweikampf mit Annina“.

Um bestens vorbereitet in den Wettkampf zu gehen, hat Alexandra Esser das Pensum zuletzt erhöht, trainiert vier bis fünf Mal pro Woche. In den Einheiten mit Trainerin und Freundin Gertraud Rüsch lag das Hauptaugenmerk zuletzt auf der Technik und gar nicht mal auf der Weite, die in diesem Jahr schon so häufig stimmte. Verunsichern lässt sich Alexandra Esser daher auch nicht von ihrer Leistung beim Abendsportfest am vergangenen Freitag in Hemer. Dort fand die Lüdenscheiderin nicht richtig in den Wettkampf und blieb knapp unter der 13-Meter-Marke.

Bei großen Wettkämpfen aber war die TVW-Athletin in den vergangenen Jahren eigentlich immer genau auf den Punkt da und will es natürlich auch am Sonntag sein. Sollte es mit dem angestrebten Einzug in den Endkampf dann tatsächlich klappen, würde Alexandra Esser auch ihrem Vater ein tolles Geschenk machen - zum Geburtstag.

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