Deutsche Leichtathletik-Jugend-Meisterschaft

Vieweg zufrieden, Esser enttäuscht

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Guter Auftritt auf nationaler Ebene: Luis Vieweg aus Meinerzhagen (Mitte).

Mönchengladbach - Zufriedenheit bei Luis Vieweg, Enttäuschung bei Alexandra Esser: Bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften der Leichtathleten im Grenzland-Stadion in Rheydt lief es für den Meinerzhagener, für die Lüdenscheiderin dagegen lief es nicht...

Die Qualifikation für den Zwischenlauf über die 100 Meter der U18 hatte sich Luis Vieweg zum Ziel gesetzt. Und als Drittplatzierter seines Vorlaufs in 11,17 Sekunden erfüllte der für den Wiehltaler LC startende Meinerzhagener dann auch die in ihn gesetzten Erwartungen. Im Zwischenlauf, in dem er Fünfter wurde, konnte er sich zeitlich dann sogar noch um vier Hundertstelsekunden steigern. „Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden,“ kommentierte Vieweg dementsprechend nach dem Rennen. Deutscher Meister im 100-Meter-Sprint wurde Joshua Michalik von der LG Warstein/Rüthen. Der Westfalenmeister stürmte in einer Zeit von 10,87 Sekunden zum Sieg, wobei er freilich auch davon profitierte, dass U18-Europameister Marvin Schulte und der Jahresschnellste Milo Skupin-Alfa nicht am Start waren. 

Für Alexandra Esser vom TV Wiblingwerde verliefen die Titelkämpfe am Niederrhein enttäuschend. Im Kugelstoßen der U20 verpasste die Lüdenscheiderin den Endkampf der besten Acht, fand wie eine Woche zuvor bei der U23-DM im Wattenscheider Lohrheidestadion nicht richtig in den Wettkampf. „Dabei hat beim Einstoßen noch alles gut geklappt. Da waren auch Stöße über 13 Meter dabei“, sagte die 19-Jährige, die in ihren ersten drei Versuchen dann allerdings jeweils unter der 13-Meter-Marke und damit auch deutlich unter ihrer persönlichen Bestweite von 13,65m blieb. Zwar steigerte sich Esser von 12,50m über 12,62m auf 12,76m im dritten Durchgang, die direkten Konkurrentinnen um den Einzug in den Endkampf – Annina Brandenburg und Marie-Theres Bornemeier – aber stießen die Kugel im „Dritten“ jeweils über 13 Meter. 

„Ich ärgere mich natürlich darüber, dass ich den Endkampf verpasst habe. Es wäre mehr möglich gewesen. Aber leider haben sich wieder technische Fehler eingeschlichen. Und beim dritten Versuch hat sich dann der Kopf eingeschaltet“, meinte Esser, die zugab, aufgeregt und eben nicht mit der nötigen Lockerheit in den Wettkampf gegangen zu sein. Den Kopf in den Sand stecken wird Lüdenscheids Sportlerin des Jahres, die letztlich Neunte wurde, aber keineswegs. „Es bringt ja nichts, sich lange darüber zu ärgern. Wir müssen nach meinem Urlaub im Training an den Ursachen arbeiten“, so Esser. Der Titel im Kugelstoßen ging erwartungsgemäß an U20-Weltmeisterin Alina Kenzel vom VfL Waiblingen. Wenige Tage nach ihrem WM-Triumph im polnischen Bydgoszcz dominierte die 19-Jährige in Mönchengladbach nach Belieben und holte mit 16,68m DM-Gold vor der WM-Vierten Sarah Schmidt (LV 90 Erzgebirge; 15,80 m).

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