Roosters bezwingen Meister München mit 2:1

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Iserlohn - Ihre bislang beste Saisonleistung zeigten die Iserlohn Roosters am Freitag im Heimspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen den Meister Red Bull München. Belohnt wurde das Engagement durch einen 2:1 (0:0, 2:1, 0:0)-Erfolg – dem dritten Sieg aus den vergangenen vier Partien.

Seine Premiere am Seilersee gab Johan Larsson, der erst am Mittwoch aus Finnland verpflichtet worden war. An der Seite von Hannu Pikkarainen brachte der Schwede Ruhe in die Defensive der Iserlohner, die mit Schwung aus der Kabine kamen. 

Die erste Chance besaß Brad Ross (3.), der den Pfosten traf. Danach blieben die Sauerländer am Drücker. Blair Jones, der nach seiner Gesichtsverletzung sein Comeback feierte, schnappte sich die Scheibe und zog mit einem Münchener Verteidiger im Schlepptau Richtung Tor. Seinen Schuss in die rechte obere Ecke hielt Keeper David Leggio mit der Fanghand. 

Erst nach 15 Minuten kamen die Gäste zum ersten Mal vor das Iserlohner Gehäuse. Einen Querpass feuerte Michael Wolf direkt auf das Roosters-Tor, doch Mathias Lange war mit seinem Schoner da. Kurz vor Drittelende kassierten die Gastgeber zwei Strafen. In Unterzahl hielt sich das Team aber durch eine aggressive Verteidigungsarbeit schadlos. 

Auch im Mittelabschnitt konnten die Gäste die restlichen Sekunden in Überzahl nicht nutzen. Dafür sorgten die Hausherren für den ersten Aufreger. Milams Schuss von der blauen Linie ließ Leggio nach vorne abprallen und Iserlohns Kapitän Jason Jaspers schob zum 1:0 ein (24.). Nur 35 Sekunden später schickte Milam Ross auf die Reise, der legte quer – Blair Jones brauchte nur noch den Schläger zum 2:0 reinhalten (25.). In Überzahl besaß Wruck sogar die Möglichkeit zu erhöhen, doch er schlenzte die Scheibe freistehend über das Tor (32.). 

Es benötigte schon ein Überzahlspiel, damit der amtierende Meister gefährlich vor dem Iserlohner Kasten auftauchte. Flaake konnte noch am Einschuss gehindert werden, aber bei Abeltshausers Schlagschuss war Lange die Sicht versperrt. Das 1:2 (35.) brachte München so richtig ins Spiel. Wolf verpasste aus spitzem Winkel und Karhun verzog nur wenig später knapp mit der Rückhand. 

Auch im letzten Abschnitt begannen die Sauerländer furios. Ross tankte sich auf der rechten Seite durch und traf die Latte. Danach machte München wieder Druck, doch alles was in Richtung Mathias Lange kam, war dessen sichere Beute. In Überzahl traf Down erneut das Gestänge. München blieb zwar gefährlich, aber die Gäste agierten im letzten Drittel zu undiszipliniert, kassierten immer wieder Strafen, die die Gastgeber jedoch nicht nutzten. So blieb es bis zur Schlusssekunde spannend.

Roosters: Lange – Button, Fischer; Milam, Périard; Larsson, Pikkarainen; Orendorz; Bassen, Dziurzynski, Kahle; Wruck, Down, Rallo; Jones, Jaspers,Ross; Shevyrin, Friedrich, Blank 

München: Leggio – Quint, Smaby; Regehr, Y. Seidenberg; Abeltshauser, Quaas; Wolf, Matsumoto, Christensen; Macek, Aucoin, Jaffray; Flaake, Kahun, Kastner; Wörle, Eder, Postel 

Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken), Steinecke (Erfurt) 

Tore: 1:0 (23:27) Jaspers (Milam, Periard), 2:0 (24:02) Jones (Ross, Milam), 2:1 (34:11) Abeltshauser (5-4 Wolf, Karhun) 

Strafminuten: Iserlohn 8; München 16+10 Christensen 

Zuschauer: 4 048

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