Highlights des Endspiels gegen Bremerhaven im Video

Roosters-Trainer Jari Pasanen übt trotz Turniersieg Kritik

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Iserlohn - Wie sich die Bilder doch unterscheiden können. Einerseits die Mannschaft der Iserlohn Roosters, froh über den ersten echten Vorbereitungserfolg, andererseits Trainer Jari Pasanen, der trotz des Sieges beim swb-Energie Cup in Bremerhaven, dem zweiten in Folge, kritische Gedanken hegte.

„Ich habe in bestimmten Phasen viel Gutes gesehen, aber leider auch viel, was mir gar nicht gefallen hat“, sagte der Finne. Dazu zählte er vor allem die Defensivleistung seiner Mannschaft. „In der Vorbereitung habe ich das eigentlich ganz gern, wenn ich viele Schüsse aufs Tor bekomme, viel zu tun habe“, grinste Torhüter Mathias Lange schon nach der ersten der beiden Turnierpartien am Freitagabend. 

Eine Aussage, die sich auch anders interpretieren ließe: Die Jungs müssen vor dem Tor noch ein wenig besser arbeiten. Fehler gab es zu Hauf. Mal waren die Sauerländer vor dem eigenen Tor nicht aggressiv genug, mal zu weit vom Gegner entfernt. Über weite Strecken agierten sie unkonzentriert, erlaubten sowohl Krefeld als auch Bremerhaven viel zu viele Konterchancen. 

Dass es trotzdem zu zwei Siegen reichte, lag vor allem an zwei hervorragenden Torhüterleistungen. Lange am Freitag und Pickard am Samstag machten beeindruckende Spiele, überzeugen mit Standards und den spektakulären Saves. Schon vor dem Wochenende hatte der Trainer unmissverständlich klar gemacht, dass er im Tor den derzeit besten Part des Roosters-Spiels erkennt. Die Bestätigung gab es prompt. 

Gut funktioniert hat über weite Strecken auch die Offensive. „Dafür, dass wir zwei neue Spieler integrieren mussten, hat es ganz gut geklappt“, sagte Manager Karsten Mende. Nach dem Testlauf am Freitag hatte sich Pasanen seiner Wunschformation am Samstag weiter genähert. Rallo und Dziurzynski, Down und Wruck, Jaspers und Caporusso könnten die Paare sein, die in den einzelnen Offensivformationen gesetzt sind. 

Paare habe er gefunden, sagte der Chefcoach, jetzt komme es in den kommenden Tagen darauf an, den idealen dritten Mann für diese Paare zu entdecken. Der Spieler des Wochenendes war Blaine Down. Das hat nicht nur mit seinen vier Treffern zu tun, sondern auch mit der enormen Präsenz und seinem Zusammenspiel mit Dylan Wruck. Die Neuzugänge Rallo und Jones zeigten ebenso gute Ansätze.

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