Roosters starten in Düsseldorf in die neue DEL-Saison

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Vergangene Woche war Testspiel, heute ist Ernstfall: Troy Milam (links) und die Roosters gastieren in Düsseldorf.

Iserlohn - Das Unwort der Vorbereitung ist gefunden. Die war suboptimal. In Wahrheit glauben wohl weder Manager Karsten Mende noch Trainer Jari Pasanen, dass der Start in die Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Freitag bei der Düsseldorfer EG (19.30 Uhr, ISS-Dome) für die Iserlohn Roosters einer nach Maß werden wird.

Warum die beiden Herren dieser Meinung sind, ist längst ausführlich beschrieben. Ein zu spät final zusammengestelltes Team und zu viele verletzte, angeschlagene und aufgrund von Operationen nicht fitte Spieler machen allen Planungen einen Strich durch die Rechnung. „Niemand hat einen Grund tiefzustapeln, aber wir müssen der Realität eindeutig ins Auge sehen“, sagt Jari Pasanen. 

Der Finne mag auch deshalb die sportlichen Erwartungen nicht an Punkte, sondern weiterhin an Entwicklung koppeln: „Ich will vor allem sehen, dass unsere Umschaltbewegung von der Abwehr in den Angriff deutlich schneller und deutlich automatisierter vonstatten geht. Dann hätten wir einen zentralen Punkt erreicht.“ 

Angst, nach den zahlreichen Abgängen in eine Saison zu starten, in der man überhaupt nicht weiß, wo man steht, hat er nicht. „Es ist doch gar nicht so anders als in den vergangenen Jahren. Da waren wir von der Ausgangssituation auch kein Topteam. Ich behandele auch diese Mannschaft als komplett neues Team, das seinen Weg erst finden muss“, sagt der Finne. 

Zumindest kann er im ersten Match am Freitag bei der DEG mit Ausnahme von Marcel Kahle (Schulter) und möglicherweise Brad Ross (Magen-Darm) auf sein komplettes Team zurückgreifen. „Wenn Brad nicht spielen könnte, wäre das schon ärgerlich, schließlich waren er, Marko Friedrich und Nouri Bettahar offensiv und defensiv am vergangenen Wochenende die beste Formation.“, sagt der Coach. 

Auch deshalb hat Pasanen in dieser Woche noch einmal an seinen Reihenformationen gearbeitet. So wird Boris Blank mit Blaine Down und Dylan Wruck auflaufen, Jaspers spielt als Mittelstürmer zwischen Jones und dem wiedergenesenen Louie Caporusso. „Alles ist wieder in Ordnung, die selbst verordnete Pause war gut, da haben die Ärzte alles richtig gemacht“, so der Roosters-Topscorer der vergangenen Spielzeit. Die letzte Formation bilden Dziurzynski, Rome und Mittelstürmer Rallo. Im Tor beginnt Mathias Lange. Ob es am Sonntag gegen Nürnberg (14 Uhr, Seilersee) einen Wechsel geben wird, ließ Pasanen offen. 

„Erstmal muss ein echtes Team aus dieser Mannschaft werden. Es ist noch viel zu tun“, sagte Mende am Tag vor dem Saisonstart. Keine Tiefstapelei. Wahrheit.

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