Iserlohn Roosters wollen auch Eisbären Berlin stürzen

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Am vergangenen Wochenende stolperte sogar der Deutsche Meister aus München am Seilersee. Nun wollen die Iserlohn Roosters am liebsten auch die Eisbären Berlin zu Fall bringen.

Iserlohn - Herausforderung Zukunft: Bei den Iserlohn Roosters ist in diesen Tagen der Weg das Ziel. Und der besagt, dass dem ersten Schritt weitere folgen müssen - am besten schon im Heimspiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Eisbären Berlin am Mittwoch (19.30 Uhr, Seilersee).

„Wir haben unsere Defensiv-Struktur gefunden und ich glaube auch, dass die Jungs unserem Weg jetzt vertrauen entgegen bringen werden“, sagt Cheftrainer Jari Pasanen. Es hat immer gedauert, mal mehr Mal weniger, je nachdem, wie viele Freigeister dem strukturierten Roosterskonzept im eigenen Kader entgegen gearbeitet haben. „Das ist ein Prozess, den die Jungs gar nicht absichtlich machen. Sie haben es noch nie so gespielt. Dass jeder einfach nur seine Aufgabe erfüllen muss, ohne spielerisch zu glänzen, ist nicht obligatorisch. Wir aber werden dadurch in die Lage versetzt, erfolgreich zu sein“, erklärt der Finne weiter. 

Am Mittwoch gegen Berlin soll der beschriebene Weg taktisch fortgesetzt werden. „Wir spielen das gleiche System wie in den vergangenen Jahren, mit leichten Anpassungen für den Gegner“, so Pasanen. Und das, was die Eisbären in der Waldstadt zeigen werden, dürfte ebenfalls größtenteils bekannt sind. „Sie haben natürlich neue Leute integriert, bestimmte Dinge verändert, letztlich aber ist es das altbekannte Eisbären-Spiel.“ 

Dazu gesellt sich allerdings ein neuer Aspekt, der für die Roosters von nur zu bekannter Größe ist: Berlins neuer Stürmer-Star Nick Petersen, der Ex-Rooster. Gemeinsam mit Brent Raedeke, der ebenfalls am Seilersee spielte, führt er die DEL-Topscorer-Liste mit 15 Punkten an. 

Neun Treffer hat Petersen bislang für das Team von Ex-Bundestrainer Uwe Krupp geschossen, sechs weitere Tore vorbereitet. „Das wird natürlich ein besonderes Spiel für mich. Ich freue mich darauf, gegen die alten Kollegen zu spielen. Iserlohn hat eine gute Mannschaft, aber wir wollen dort die Punkte holen“, lässt sich Petersen vor dem Duell zitieren. 

Die Eisbären werden mit dem gleichen Team nach Iserlohn reisen und das Match bestreiten wie am vergangenen Wochenende, als man unter anderem beim Liganeuling aus Bremerhaven eine 1:3-Niederlage kassierte. Marcel Noebels, Florian Busch und Laurin Braun fehlen verletzt. Dennoch gilt für die Sauerländer, sich weniger um die Rahmenbedingungen als um sich selbst zu kümmern. „Wir haben doch immer noch genug mit uns zu tun, müssen unser Konzept weiter verfestigen und dürfen uns nicht am Gegner orientieren“, unterstreicht Mathias Lange, der gegen den Rekordmeister zwischen den Pfosten stehen wird. 

Sonstige Umstellungen sind nicht geplant. Damit wird es für Noureddine Bettahar und Ashton Rome keine Rückkehr in die Mannschaft geben. Rome nimmt derzeit eine Auszeit, um nach seinen Knieproblemen an seiner Fitness zu arbeiten. Weitere Akteure sind angeschlagen, Details aber blieben offen.

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