Roosters erstmals in der Saison auf Pre-Playoff-Rang

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Für Dieter Orendorz (Mitte) und die Roosters lief das Wochenende punktemäßig zwar optimal, behoben sind die Probleme aber längst noch nicht.

Iserlohn - Vier Siege aus den letzten fünf Spielen – Platz zehn in der Tabelle. Mit ihrem ersten Sechs-Punkte-Wochenende dieser Spielzeit haben sich die Iserlohn Roosters erstmals auf einen Pre-Playoff-Rang gekämpft. Ist damit die Roosters-Welt am Seilersee wieder in Ordnung, die Iserlohner ein Topteam?

Die Antwort ist: Nein. Allerdings haben die Spieler gemeinsam mit ihrem Chefcoach einen Quantensprung im Hinblick auf Fehlervermeidung und Systemtreue gemacht, denn ansonsten hätte die Mannschaft am Wochenende ihre zwei Erfolge niemals einfahren können. Zudem hat sie gekämpft, teils bis zur totalen Erschöpfung. „Unser Problem ist nicht verschwunden, aber wir haben einen Weg gefunden, es zu kompensieren“, sagt Cheftrainer Jari Pasanen. 

Kompensation durch gemeinschaftliche Kraftanstrengung, bei der jeder für jeden eintritt. Das hat man gegen München und in Schwenningen deutlich gesehen. Das Team hat den ersten Schritt zur Mannschaft gemacht und sich belohnt, auch deshalb, weil jeder einzelne ein Teil dazu beitragen konnte. Die Rückkehr von Blair Jones hat Qualität zurückgebracht, die die Mannschaft dringend benötigt hat. „Er war noch lange nicht bei 100 Prozent, aber er hat gecheckt, gekämpft, gearbeitet – das hatte seine Wirkung auf alle anderen“, so Pasanen weiter. 

Hinzu kam, dass Neuzugang Johan Larsson eigentlich am gesamten Wochenende nie in Erscheinung getreten ist. Damit haben die Blau-Weißen das bekommen, was sie wollten, einen komplett zuverlässigen Routinier. „Ich denke, dass er mehr kann, aber, wenn es so bleibt, hilft er automatisch auch allen anderen“, ergänzt Manager Karsten Mende. 

40 Minuten gutes Spiel gelang den Sauerländern schon öfter in dieser Saison, dann aber häuften sich die Fehler. Das war am Wochenende anders. Das Team hat sich auf seine starke Defensive verlassen können, spielte das Pasanen-Konzept teils schon sehr ordentlich, so dass die Gegner kaum Lücken fanden. Zudem werden die Neuzugänge besser. Das gilt für Greg Rallo, nicht nur wegen seiner beiden Tore, das gilt schon in der zweiten Woche für Dziurzynski und den lange angeschlagenen Mannschaftskapitän Jason Jaspers. 

Ashton Rome ist dagegen am Wochenende aus dem Kader gestrichen worden, damit er die Chance erhält, an seiner Kondition zu arbeiten. „Wir werden uns heute das letzte Training vor dem Spiel am Mittwoch gegen die Eisbären Berlin anschauen, dann entscheiden wir, wie es mit ihm weitergeht“, so Mende. 

Wann Louie Caporusso zurückkehrt, ist offen. Seine Verletzung macht weiter Sorgen, aber auch wenn er wieder dabei ist, wird es Wochen dauern bis er zu seiner normalen Leistungsfähigkeit findet. Spätestens am Mittwoch dürfte auch Keeper Chet Pickard wieder auf der Bank sitzen, der Samstagnacht zum ersten Mal Vater geworden ist.

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